Zur Veranstaltung:

Wann beginne ich das Geräusch zu lesen? Lässt Schreiben sich von der Stimme trennen? Ist Popmusik konzeptuelle Poesie und Klang=Literatur ein politischer, ein subversiver Akt?
Wieso reden alle gleichzeitig? / Soll ich jetzt Musik anmachen?

Das sound writing kollab wird sich bei ihrem ersten Treffen im November auch diesen Fragen stellen and schall swallow all answers.
Ihren Namen trägt das kollab nach dem 2017 veröffentlichten Sound Writing-Manifest der Sprachkünstlerin und Performerin Swantje Lichtenstein, die den Begriff in Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Marc Matter entwickelt hat.

Die mehrsprachige Kollaboration von Künstler_innen aus Choreographie, Sound Art, Literatur und Film trifft sich an der Bar des Spektakels mit deinen Geräuschen. Drinnen ist wieder die Hölle los.

Mit: Rosa Anschütz, Katharina Joy Book, Annalisa Cantini, Emma Clayton, Stefan-Manuel Eggenweber, Jake Farrant, Lara Hampe, Stephan Langer, Hyeji Nam, Adam Paroussos, Vera Sebert, Damon Taleghani u.a.

Unterstützt vom Institut für Sprachkunst, Universität für angewandte Kunst Wien.

JENNY #5 betritt die Manage und glänzt wie nie zuvor. In gelb und blau und mehrblau. JENNY, das ist die Literaturzeitschrift und Jahresanthologie des Instituts für Sprachkunst, ein Buch voller Trends, Sprüche, Geschichten und Karambolagen, breitem Grinsen und zornigem Kalkül.

Die Release-Veranstaltung findet am 7. November um 19:00 statt.

Menü:

Begrüßung:
Gerald Bast, Rektor Universität für angewandte Kunst Wien
Ferdinand Schmatz, Leitung Institut für Sprachkunst, Angewandte

Es lesen die Beiträger*innen:
Iris Gassenbauer
Alexander Kappe
Marie Luise Lehner
Damon Taleghani
Angela Wiedermann (mit einer musikalischen Komposition von Eva Maria Müller)

Moderation: Cornelia Hülmbauer

Mehr und noch mehr.

Vom 4. bis 6. November findet im Metro Kinokultursaal das Poetry Film Festival Vienna 2017, organisiert von Sigrun Höllrigl statt. Mit 11 Fotofilmen zusammengefasst unter dem Reihentitel „Mood & Memory“ sind Studierende der Sprachkunst sowie Studierende des More-Projekts zusammen vertreten. Trotz ihrer Unterschiedlichkeiten finden sich alle Filme rundum die Themen Flucht, Alltag, Dann und Danach wieder.

Im Anschluss an das 1-stündige Screening am 6. November um 21:00, gibt es ein Publikumsgespräch mit Darsteller*innen, Autor*innen und Regisseur*innen.

Gezeigt werden:

BAG
Ahmed Hashim

DER WIND IN SCHWEDEN IST IHNEN EGAL
Namat Fekrat, Katharina Pressl, Michael Walk

NICHT GUT, NICHT GUT
Grit Lieder

ABLEGERINNEN
Sophie Steinbeck

MEGHETY
Anna-Sophie Fritz

MAHMUD
Anna-Sophie Fritz

HAFENSCHAUKELN
Lena Biertimpel

ZELLSTOFF
Regine Elbers

SACHSTAND
Lara Hampe

LE DANSE DU REGRET
Kevin Neutz/Marius Nied

THE BOWL
Esther Dischereit/Ray Kaczynski

Anstatt des letztjährigen Dienstags, findet die von Sprachkunststudierenden gestaltete Lesereihe „Sehr ernste Scherze“ nun mittwochs statt. Und zwar jeden ersten Mittwoch, jeden zweiten Monat. Um regelmäßige Updates zu erhalten, ist es am Besten die Seite auf facebook zu liken, oder hier auf der Website auf Updates zu warten.

Dieses Mal – zur Semestereröffnung und unter dem Titel Sehr ernstes Again besonders gespannt erwartet – lesen:

Sandro Huber
Norbert Kröll
Felicitas Prokopetz

Das Ganze findet mit musikalischer Untermalung, freier Spende und einer allgemein recht netten Stimmung im Spektakel, Hamburgerstraße 14, 1050 Wien statt.

In diesem Sinne wünscht man dieser Tage, wenn man sich im Flur begegnet, auch ein „Sehr ernstes Semester, again!“, oder, „Sehr erstes Semster!“

Unter dem Titel „Luftlinie A-B“ lesen Studierende der Sprachkunst aus ihren Arbeiten im Literaturhaus Wien (Zieglergasse 26a, 1070).

Es lesen: Frieda Paris, Johanna Wieser, Sophie Steinbeck, Cornelia Hülmbauer, Damon Taleghani, Muhammet Ali Baş, Benedikt Steiner, Stefan-Manuel Eggenweber, Katharina Pressl, Lena Biertimpel und Maria Muhar.

Entfernung, in Körpern gedacht, ist von Zeh bis Stirn. Vorderster Teil und Plattform von Nasenwurzeln, das sagt man doch so: Sprungschanze. Von da bis zum Blatt Papier ist es nicht mehr weit. Die Entfernung in Wörtern gedacht, sind die Linien zwischen A und B. Auch, wenn ihr rückwärts geht. Augenlider, Schritte.

Facebookveranstaltung.

Die Essence ist die Jahresausstellung der Universität für Angewandte Kunst Wien, die von 27. Juni bis 11. Juli in der Alten Post (Dominikanerbastei, 1010 Wien) stattfindet.

In zwei Räumen präsentiert die Sprachkunst Arbeiten aus den vergangenen Semestern, von Installationen bis Fotografie, von Performance bis Videoarbeiten, bis Bar, Boden und, ja, auch Bier.

Stay tuned.

Eröffnung: 27.06. ab 20 Uhr

Raum I
blank. glatt. optimal.
Ein Raum aus Installation, Video-, Text- und Muskelkraft.

20.00 – 21 Uhr: Überlaufende Lesungen und Performances
21.30 – 23 Uhr: Sprach * Schall * Muskelperformances von Studierenden der Sprachkunst

Am Empfang: Leuchtend grüne Zähne. Die Schwärme nahen – wollen sich vollsaugen.
Eine glatte Lobby ohne Lift. Ohne Treppen. Wir könnten alle ausrutschen. Auf das gute Porzellan fallen. Mit dem Kopf gegen die Garderobe. Am Text hinabgleiten.
Schatten schwitzen und streichen Hemden glatt. So heiß, wir glänzen – irgendjemand fragt: Darf ich hier sitzen? Hier schlafen?
Aber dieser Lärm.

Raum II
Mood & Memory – Flucht und Dann Danach
11 Filme – ein Projekt des Instituts für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien mit MORE-Studierenden, Studierenden Experimentelles Radio Bauhaus-Universität
Weimar, Studierenden der Fakultät für Gestaltung Hochschule Mannheim.
Magazin und Filme in deutscher und englischer Sprache

Räumen – Sprache und Raum im Raum
Publikation von Studierenden der Sprachkunst + Bühnen- und Filmgestaltung.
Hrsg. Ferdinand Schmatz, Elena Peytchinska

Esther Dischereit ist Professorin an der Sprachkunst und zur Zeit an der Universität Charlottesville in Virginia tätig. Von dort aus schickt sie Briefe, in denen sie Zustände und Entwicklungen im trumpschen Amerika beschreibt. Ihre Nachrichten sind über Deutschlandfunk Kultur zu hören. Der aktuelle vierte Brief ist hier nachzuhören und zu lesen.

PS:
Seit kurzem ist Esther Dischereit auch als public figure auf facebook vertreten.

Die Veranstalter*innen der sprachkunstaffinen Lesereihe „sehr ernste scherze“ verlautbaren:

„Vorletztes Mal scherzi-Dienstag vor der Sommerpause – kommt doch einfach & schwitzt ein bisschen mit uns – es lesen und performen:

Stefan-Manuel Eggenweber
Gunda Kinzl
Jakob Kraner
Damon Taleghani

Eintritt: Spende.
Nette Musik gibt’s.
Kühle Getränke auch.
Einen coolen Büchertisch außerdem.“

Norbert Kröll präsentiert seinen Debüt-Roman „SANFTER ASPHALT“ (Löcker Verlag, 2017)

Ein junger Mann stromert einen Tag durch Wien. Auf der Suche nach dem, was die Stadt zusammenhält aber auch in die Brüche gehen lässt, gerät er in äußerst merkwürdige Situationen. Mit Witz und Ironie mischt er sich ins Leben Unbekannter ein. Und dann gibt es noch diese Frau namens Edith. Was muss geschehen, damit das Durchqueren dieses Labyrinths am Ende des Tages Sinn ergibt?

Norbert Kröll, geb. 1981 in Villach, lebt und arbeitet in Wien. Diverse Studien: Klassisches Schlagwerk, Jazz Schlagzeug, Tontechnik, Philosophie und zuletzt Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Mitherausgeber des mit dem österreichischen Staatspreis ausgezeichneten Literaturmagazins JENNY #2 (De Gruyter). Gründungsmitglied der Bands Giantree und Dawa. Wiener Literatur Stipendium 2016. Der Debüt-Roman „Sanfter Asphalt“ erscheint im Frühjahr 2017 im Löcker Verlag.
www.norbertkroell.net

Der Autor zu dem geplanten Abend:

„Im Februar ist mein erster Gedichtband „Enterhilfe fürs Universum“ erschienen und ich finde, es ist an der Zeit, ihn euch mal vorzustellen.

Als Ort habe ich mir meine Lieblingskneipe im 8ten Bezirk ausgesucht, das Anno, mit seiner wunderbaren Lesereihe, dem AnnoLiteratursonntag. Also kommt vorbei – es wird auch niemand gezwungen, ein Buch zu kaufen^.

Ich freu mich einfach, wenn ihr Zeit und Lust habt vorbeizuschauen und mit mir den Abend zu entern!“

Link zum Facebook-Event

Die JENNY ist auf Tour durch den deutschsprachigen Raum und wird dabei folgende Stationen anfahren:

Dienstag, 16.05.

Literaturhaus Salzburg (präsentiert von mosaik)
mit Luca Manuel Kieser und Oravin
19.30 Uhr

Mittwoch, 17.05.

Salon Stoer, Hamburg
mit Helene Bukowski, Frank Ruf, Oravin und Luca Manuel Kieser
20.00 Uhr

Donnerstag, 18.05.

Lettrétage, Berlin
mit Helene Bukowski, Frank Ruf, Jan Skudlarek, Oravin und Luca Manuel Kieser
20.00 Uhr

Freitag, 19.05.

kunsthaus Erfurt
mit Helene Bukowski, Frank Ruf, Oravin und Luca Manuel Kieser
20.00 Uhr

Sonntag, 21.05.

Salon Irkutsk, München
mit Tristan Marquardt, Frank Ruf, Oravin und Luca Manuel Kieser
19.00 Uhr

Mehr über und von Jenny erfährt ihr hier und hier.

Sprachkunstabsolventin Raphaela Edelbauer veröffentlicht ihr Romandebüt 2017 bei Klever.

„Entdecker“ ist eine tollkühne Poetik aus der Synthese von Sprache und Naturwissenschaft. Jeder der sechs Teile – „Mikroorganismen“ (Bestiarium), „Minerale“, „Geologie“ (Kartografie), „Gravitation“, „Aggregatzustände“, „Zeit“ – verfolgt einen anderen Ansatz und doch sind alle untereinander organisch verbunden.

Raphaela Edelbauer versucht mit ihrem Prosadebut nichts Geringeres, als unserer Naturgeschichte der Neu­zeit, mitsamt ihrer Systematik, Kombinatorik und Logik, ihrer eigene, poetische Logik entgegenzusetzen und mit den Mitteln der Sprache auszu­hebeln.

Eine phantastische Bild-Text-Expedition durch die Wirrnisse der Erdgeschichten: Mit zahlreichen Illus­trationen von Simon Goritschnig.

Vom 16. Bis 18. Mai hast du 3 Tage die Möglichkeit mit deinem gültigen Student*innenausweis deine Hochschüler*innenschaft zu wählen. Die Hufak setzt sich für deine Anliegen ein und vermittelt zwischen Universität und dir als Student*in.

Die ÖH Wahlen finden am

16. Mai – 8.30-16.30 Uhr

17. Mai – 9.00-17.00 Uhr

18. Mai – 8.30-16.30 Uhr

in der Rechtsabteilung, Ferstel-Trakt / EG, Oskar Kokoschka-Platz 2 statt. Mit deiner Stimme hast du die Möglichkeit aktiv am Unileben teilzuhaben.

Mehr Infos und vergangene Projekte findest du auf www.hufak.net bzw. auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com//hufakpage

Komm also mit deinem gültigen Student*innenausweis zum Wahllokal und mache von deiner Stimme gebrauch!

Freue dich am 18. Mai ab 12 Uhr im Anschluss an dein Voting auf ein leckeres veganes Essen und auf ein kleines Techno-Konzert vom Chor d´achor!

Deine Hufak

Timo Brandts Debüt Gedichteband „Enterhilfen fürs Universum“ ist 2017 bei edition offenes Feld erschienen und als E-Book und in Print erhältlich.

„“Enterhilfe fürs Universum“ ist Timo Brandts Debutband, ein ebenso sinnliches wie sprachlich präzises Sonarium der Welt. Dabei kommt der literarischen Anverwandlung eine nicht unbedeutende Rolle zu; Ted Hughes und Sylvia Plath, Anna Achmatowa, Lars Gustafsson und Blaise Cendrars, James Joyce und Anne Sexton sprechen und werden angesprochen – Literatur ist ein Phänomen, das sich nicht von den Wäldern, vom Meer oder einer Wäschespinne unterscheidet. Timo Brandts Sprache ist modulationsfähig, bedient sich mal anschaulicher Bilder, wenn sie deskriptiv ist, mal kühner Wortfügungen, wenn sie auf Erkundung in Gedankenräumen geht, bleibt jedoch immer dringlich, stellt sich verschiedene Fragen, die zum Leser herüberschwappen, singt, grübelt und bezieht Position. Hier ist eine neue Stimme zu entdecken, die Tradition und Moderne auf sanfte Weise vermischt und auch dort nicht den Boden unter den Füßen verliert, wo sie zum Sprung von der Kante des Universums ansetzt.“

„Denn bei näherem Hinsehen zeigt es sich, dass Brandt eben nicht eine manierierte Form erfindet, um sie dann mit irgendeinem Inhalt zu füllen; vielmehr entsteht diese Form vor den Augen des erfreut staunenden Lesers aus der Bewegung des Gedichts oder vielmehr dem Prozess des Dichtens selbst.“

Lesungen, Gespräche, Ausstellung

24. 4.: u.a. Ferdinand Schmatz
28. 4.: Norbert Hummelt und Gedichtantworten von Timo Brandt, Anna-Sophie Fritz, Luca Manuel Kieser und Katharina Pressl

Volles Programm Hier.

Konzept und Moderationen: MICHAEL HAMMERSCHMID
88. Autorenprojekt der Alten Schmiede

Der dichte Dialog der Worte und Elemente des Gedichts – ihr Hinaussprechen, ihr In-Beziehung- und Über-Grenzen-Setzen, ihre paradoxen Zündungen, ihre Osmosen und Verschmelzungen, ihr Austausch im Wort- und über das Wortgefüge hinaus zeugen auch dieses Jahr vom vielgestaltigen Eigensinn und der ungebändigten Energie dieser uralten und zugleich so unverbraucht innovativen und aktuellen Form der Literatur.

An vier Abenden werden beim zum zweiten Mal stattfindenden Internationalen Dichterloh-Festival, das alternierend zum einmonatigen Internationalen Lyrikfestival »Poliversale« (zuletzt 2014 und 2016) stattfindet, Dichterinnen und Dichter aus sechs Herkunftsländern (der Schweiz, der Slowakei, Russland, Italien, Deutschland und Österreich) ihre aktuellen Publikationen vorstellen und dabei das Motto »Dichter Dialog« sowohl von innen als auch von außen beleuchten, durchdringen und darüber hinausgehen.

Das neue Heft KÖRPERDINGE setzt sich mit leblosen und nicht-lebendigen Körpern auseinander. Das Heft versammelt literarische, essayistische, fotografische und illustrierte Beiträge rundum die Themen New Materialism, Leichen, Wissen, Räume und Waren – wenn man so will also KÖRPERDINGE.

TORTUGA entsteht durch das Zusammenwirken verschiedener Menschen, die im Spannungsfeld von individuellen Interessen und kollektiven Vorstellungen experimentieren. Tortuga ist ein Forum abseits von Effizienz und Verwertbarkeit, ein Freiraum für das Stille, Verrückte, Brave und Wilde.

PROGRAMM ab 19:00: im OPENmarx

Heftpräsentation #3 {2} KÖRPERDINGE
1, zwei Wörter zur aktuellen Ausgabe

Hörspielkino TWO PARTS WATER, ONE PART OXYGEN
von Tortuga

Performance KÜCHENKÖRPER. EINE ANEIGNUNG DER FRANKFURTER KÜCHE von Adina F. Camhy

Lesung MATERIALISERUNG DES BLICKS
von Lale Rodgarkia-Dara

Film TRADING STORIES – A CARGO NAMED DESIRE
(2015, 45 min OmEU) von Jennifer Mattes

Mehr unter: http://tortuga-zine.net/2017/04/koerper-2-release/

Beim Buch im Beisl im Au (Brunnengasse 76, 1160 Wien) lesen Vera Sebert und Francisca Badum unter dem Titel „Wadenschau – reinbeißen ist wunderbar.“

„Film ist Bild. Bild ist Sprache. Sprache ist Sound. Sound ist Text. Text ist Zeichen.
Sie zeigen sich und werden gelesen im Sinne des UnSinns und der Sinnlichkeit.
Schneehasen sind im Sommer braun und Sahne ist weiß.“

Vera Sebert, *1987, Freiburg im Breisgau, studierte von 2007-2015 an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig und der Akademie für bildende Kunst Wien. 2015 Studienabschluss: Meisterschülerin Freie Kunst. Ihre Arbeiten bewegen sich im Grenzbereich verschiedener Medien und finden Ausdruck in Form von Texten, Malerei, Collagen, Künstlerbüchern, Filmen und netzbasierten Arbeiten. Seit 2015 studiert sie Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Seit 2009 verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen und Filmscreenings in Mexiko, Südamerika und Europa. http://verasebert.com/

Francisca Badum, *1992 in Forchheim, studiert seit 2012 bildende Kunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Im September 2014, durch das Essen eines Brotes inspiriert, begann sie zu schreiben. Neben Lyrik kamen auch Kurzgeschichten dazu. Die Schwerpunkte ihrer künstlerischen Arbeit bewegen sich im Spiel zwischen Text, Bildcollagen, Kurzfilmen und Zeichnung. Als letztes wurde der Lyrikband „man schaut mit den Augen aus dem Kopf“ fertiggestellt.

Im Literaturhaus (Seidengasse 13, 1070 Wien) stellt Sprachkunstabsolvent Norbert Kröll sein Romandebüt „Sanfter Asphalt“ vor, außerdem der Schriftsteller Paul Auer sein Buch „Kärntner Ecke Ring“.

„Ein junger Mann stromert einen Tag durch Wien. Auf der Suche nach dem, was die Stadt zusammenhält aber auch in die Brüche gehen lässt, gerät er in merkwürdige Situationen. Mit Witz und Ironie mischt er sich ins Leben Unbekannter ein. Und dann gibt es noch diese Frau namens Edith. Was muss geschehen, damit das Durchqueren dieses Labyrinths am Ende des Tages Sinn ergibt?
Norbert Kröll, geb. 1981 in Villach, lebt und arbeitet in Wien, studierte u. a. Schlagwerk, Tontechnik, Philosophie und Sprachkunst, Gründungsmitglied der Bands Giantree und Dawa. Wiener Literatur Stipendium 2016.“

In der alten Schmiede (Schönlaterngasse 9, 1010 Wien) stellen Fritz Ostermayer und FALKNER um 18 Uhr aktuelle Hörspielprojekte von Studierenden an der Wiener schule für dichtung, dem Institut für Sprachkunst und der FH St. Pölten vor – mit Hörbeispielen.

Die sprachkunstaffine Lesereihe „sehr ernste scherze“ rühmt sich selbst damit ein „Lesungsabend auf unkompliziert“ zu sein. So auch wieder diesen Dienstag (die Reihe findet jeden 1. Dienstag im Monat statt) unter dem Titel „sehr ernst geblieben“. Ort ist (wie immer) das Spektakel in der Hamburgerstraße 14.

Dieses Mal lesen die zwei Sprachkunstabsolvent*innen Matthias Vieider und Ekaterina Heider , so wie Chili Thomasson.

Die Veranstaltung beginnt um 20:00, jede*r Lesende hat einen Auftrittssong und auch davor und danach legt DJDUTT auf. Unkompliziert.

Hier kleine Textapéritife:

Ich bleibe immer stehen, weil mir das alles zu mühsam ist. Da mach ich nicht mit. Ist nicht meine Art von Sport.
(Chili Thomasson)

DADA wird hundert.
Ein Glas Wasser, Ein Tisch, zwei, drei Fotos vom Kreml.
Murakamis Sweetheart von Sputnik am Herd.
Schmusen im Wohnzimmer, eine Socke fällt runter.
Jemand bringt Haschöl und ’nen lustigen Ausschnitt von heute.
Ich lerne Türkisch. Nina tut zocken.
(Ekaterina Heider)

Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung.

Über die Notwendigkeit, dass die Sprache sich positioniert

In diesem Sinne haben sich Autor*innen zusammengeschlossen, um gemeinsam ein vielköpfiges Wesen zu sein, das mit allen Augen den europäischen und internationalen Rechtsruck und sonstige reaktionäre Entwicklungen beobachtet. Auf ihrem Blog dokumentiert, analysiert und kommentiert das wachsende Team an Autor*innen, darunter auch Sprachkunstdozentinnen, das politisch angespannte Jetzt. Sie sind der Meinung, es gibt etwas zu sagen. Sie sind der Meinung, dass etwas gesagt gehört. Und das die Sprache sich dazu eignet. Die Sprache dürfe man nicht hergeben, weil, in ihren eigenen Worten, „die Nazis Nazis sind und der Goldmund Goldmund ist. Weil die Nazis mit goldenem Mund sprechen, manchmal auch mit schwarz-rot-goldenem. Weil die Sprache dadurch vergiftet wird. Wir arbeiten mit Sprache, die wir auffinden, die unmerklich fallen gelassen wird, die aufdringlich durch Räume hallt. Sprache, die Spuren hinterlässt. Damit die Gegenwart nicht kommentarlos vorübergeht.“

Inwiefern man sich als „Künstler*in“ oder in literarischen oder poetischen Texten politisch äußern soll, ist eine häufig gestellte Frage. Selten wird sie aktuell so eindeutig beantwortet wie von Nazis und Goldmund. Die Website bietet sich an, um sie mit dieser Frage im Hintergrund zu durchforsten und die Diskussion um Formen der Auseinandersetzung von Politik und Kunst wieder anzuzünden. Und, natürlich, um die Augen vor dem Rechtsruck weltweit und in Europa nicht zu verschließen.

Am 24. 3. findet im Literaturhaus um 20:00 eine Performance des Kollektivs statt.

Hier das Facebookevent zur Veranstaltung „Also Poesie gegen rechts oder was“

Im Spektakel (Hamburger Straße 14, 1050 Wien) findet eine szenische Lesung zu den Texten von Sprachkunststudent Luca Manuel Kieser statt: „Stücke in geteilten Stimmen. oh. äh“

#teddybär #krapfen #rotkäppchen #wolf #wespe #pistole #scherben #besen #praterstern #zigarette #fieber #liebe #fischaugen & strich, der so dünn ist, dass man seine beine (schlägt er sie übereinander) nicht mehr sieht

Es lesen:
Philipp Auer
Anna-Sophie Fritz
Laura Laufenberg
Luca M. Kieser

Hier der Weg zum facebook Event

In der alten Schmiede (Schönlaterngasse 9, 1010 Wien) stellt Marie Luise Lehner ihr Debüt „Fliegenpilze aus Kork“ vor. Außerdem: Udo Kawasser und Ingram Hartinger, Moderation: Michael Hammerschmid.

In Marie Luise Lehners Romandebüt gehen wir im Jahresschritt Lebensstationen der Ich-Erzählerin von der Geburt bis zur jungen Erwachsenen mit und lernen sie im Spiegel ihrer genau protokollierten Beziehung zu ihrem unorthodoxen, oft arbeitslosen, künstlerischen, vielseitigen, exzentrischen Vater kennen.

Marie Luise Lehner, *1995 in Korneuburg, seit 2014 Studium der Sprachkunst und Studium Drehbuch an der Universität für angewandte Kunst in Wien, schreibt Theaterstücke und Prosa und lebt in Linz und Wien. Publikationen u.a. in kolik und Facetten.

Mehr hier.

Ja, es ist mal wieder Zeit für die vier wichtigsten Buchstaben des Alphabets: J – E – DoppelN – Y!*

Für unsere Ausgabe Nr. 5 sind natürlich auch alle anderen Buchstaben gern gesehen, solange sie sich zu Texten formen: Essay, Prosa, Lyrik, Drama und alles dazwischen, inkl. Stoßgebete, Versepen, Romanfragmente, Notizen, Listen, Übertragungen, nur bitte, bitte nichts über 10 Seiten, sonst nehmen wir alle Verben raus und schicken es weiter an die Randomhouse Group.

Um das anonyme Auswahlverfahren zu erleichtern, haltet euch bei der Einsendung bitte an folgende Vorgaben:

– Dateiname = Titel des Textes/der Textsammlung
– in Text und Datei bitte nicht euren Namen nennen
– euren Namen und einen biografischen Vierzeiler bitte in einer Mail an: samira.hamdi@uni-ak.ac.at schicken, den Text als Datei anhängen

Einsendungen bis einschließlich 15. April 2017

Wir freuen uns auf eure Beiträge!
Die JENNY-Redaktion

(*Ihr wisst nicht wer JENNY ist? Dann begebt euch doch auf www.jenny-literatur.at, da könnt ihr in die aktuelle Ausgabe reinschauen, gefällt mir klicken, eine JENNY erwerben, uvm. – Für die ganz Ungeduldigen: JENNY ist eine aufwändig gestaltete Literaturzeitschrift, fungiert als Jahresanthologie des Instituts für Sprachkunst, ist aber gleichzeitig offen für alle Arten von Einsendungen.)

Das Sommersemester an der Sprachkunst hat begonnen.
Alles nimmt wieder seinen Lauf. Zuspätkommende den Lauf auf den Seminarraum zu, die Ideen ihren freien und die Handschrift ihren krakeligen Weg über das Papier. Dabei auch nicht zu ignorieren: die Lehrenden. Hier eine Liste der Lehrpersonen im aktuellen Semester.

Auch in der Rubrik Studium zu finden.

Dischereit, Esther Univ.-Prof.
Falkner, Michaela Univ.-Lekt. Dr. phil.
Fischer, Judith Univ.-Lekt. Mag.phil.
Husárová, Zuzana Univ.-Lekt. MA, PhD
Kim, Anna Univ.-Lekt. Mag.phil.
Kipcak, Orhan Univ.-Lekt.
Lichtenstein, Swantje Univ.-Lekt. Prof. Dr.
Martina, Hefter Univ.-Lekt.
Peintner, Roswitha Univ.-Lekt. Dr.phil. Mag.art.
Schindel, Robert Univ.-Lekt.
Schmatz, Ferdinand Univ.-Prof. Dr.phil.
Spalt, Lisa Univ.-Lekt. Mag.
Steinbuch, Gerhild Univ.-Lekt. MA
Utler, Anja Dr.phil. Mag.
Winkler, Andrea Univ.-Lekt. Mag.phil.
Woefl, Robert Univ.-Lekt. Mag.
Wolf, Uljana Univ.-Lekt. Mag.

Auf 1 nices Semester.

Beim Buch im Beisl (Brunnengasse 76, 1160 Wien) lesen Timo Brandt und Jacqueline Weihe und versprechen „eine erotische Erfahrung – teaching has killed more good writers than alcohol“.

„Es wird nichts explodieren. Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten oder die vierte Wand einzureißen. Kein Ponyreiten in der Manege. Keine Glaskugeln, keine Kristallkugeln, keine Silberkugeln – Werwölfe müssen also draußen rauchen und toben vor Wut. Wir werden lesen und wir werden mutig sein und uns zwischen den Genres und Identitäten bewegen und hoffen, dass es auf eine Zumutung hinausläuft. Erregung und Verzweiflung. Es wird alles explodieren.“

Es ist wieder Zeit für ernste Scherze im Spektakel (Hamburgerstraße 14, 1050 Wien)

Dienstag, 7. März 2017 um 19:00

Jeden ersten Dienstag im Monat lesen Studierende und Freund*innen der Sprachkunst.
Bei Interesse melde mensch sich unter: sehrernste@gmx.at

Dieses Mal lesen:

Theresa Thomasberger
Lena Biertimpel
Marie Luise Lehner

„kommt herbei, heizt mit ein, märzt euch nicht aus, ein wind, der warmhält, ist erstmals wieder in den gassen, also raus auf die straße und rein zur bühne. lasst uns reden, rauchen, trinken, scherzen!“

Das facebook Event ist hier zu finden.

Leave a like, if you like.

Am Dienstag, dem 7. Februar, fand im Spektakel wieder (nun schon ein offiziell drittes Mal) die sprachkunstaffine Lesereihe ’sehr ernste scherze‘ statt. Ein paar Fotos sollten genügen, um den letzten Zweifelnden für das nächste Mal am 7. März zu begeistern.

Bei vollem, aber genau noch ertragbar vollem Haus, mit tatsächlicher, und nicht nur einer Floskel entsprechenden, angenehmen Stimmung, lasen Sprachkunststudentin Sophie Steinbeck, Clemens Gartner und Sprachkunststundent John Sauter mit Unterstützung von Jaqueline und Guido Martin Wolf an der Gitarre.

Sophie Steinbeck

Clemens Gartner

Und Johnny Sauter mit Jaqueline und Guido Martin Wolf an der Gitarre

Hier das Publikum, zugegebenerweise unentbehrbar in Sachen angenehmer Stimmung.

DJ Dutt macht die Auftrittsmusik für die Lesenden, das Davor, das Danach.

Ein Tisch mit Magazinen, Zines und Hefterln zwar nicht aller, aber doch unterschiedlicher Art.

Das alles für soviel ihr wollt und soviel ihr könnt.

Wir freuen uns auf Anregungen, Nachfragen oder Anfragen unter sehrernste@gmx.at

Und hoffen euch beim nächsten Mal am 7. März, 20.00, Hamburgerstraße 14 wieder oder erstmals zu sehen.

Im Februar findet kein Deutschkurs in der Vorderen Zollamtstraße statt.
Stattdessen kann man am 10. 2. zum Tee trinken und deutsch sprechen vorbeikommen.

Wo: Vordere Zollamtstraße 3, Seminarraum 3
Was: Tee trinken und sprechen
Wann: 14 – 18 Uhr

Refugees, Freundinnen und Freunde willkommen!

Hier gibt es noch mehr Informationen.

Ab März bieten motivierte Studierende der Sprachkunst wieder Deutschkurse an.

Die Jenny will reden. Und zwar über sich:

Liebe Studierende,

an diesem Freitag, den 03.02., gibt es um 11 Uhr eine kleine Infoveranstaltung zur Literaturzeitschrift Jenny. Sie wird im Seminarraum 2 des Sprachkunstinstituts stattfinden (der Raum hinter dem Seminarraum 1).

Alle, die Interesse daran haben, bei der nächsten Ausgabe der Jenny in irgendeiner Form redaktionelle Arbeit zu übernehmen, sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen! Es werden drei Mitglieder der derzeitigen Redaktion anwesend sein, die kurz über die mit der Zeitschrift verbundenen Aufgaben und Grundlagen berichten und danach für alle Fragen zur Verfügung stehen.

Liebe Grüße im Namen der Jenny-Redaktion
Timo

P.S.:

Sollte jemand sich für eine Mitarbeit bei der Jenny interessieren, aber nicht zu dem Termin erscheinen können, schreibt bitte eine Mail an die Newsletter-Adresse, die alle Fragen und Anmerkungen enthält, die ihr habt. Wir melden uns dann bei euch. Bitte dies aber nur tun, wenn ihr nicht erscheinen könnt!

Kommet und informieret euch.

Unter dem Titel „Man kann ja nie wissen“ ist der Kurzhörspielwettbewerb von Ö1 und der Schule für Dichtung im vollen Gange.

Es wurden über 120 Projekte eingesendet. In die zweite Runde haben es 15 Projekte geschafft, darunter die Stücke von Sprachkunststudierenden Frida Paris, Maria Muhar und Anna-Sophie Fritz. „Knopfkino“, „stern gehn – eine Texttransfusion mit H.C. Artmann“ und „U nevR No [Impossible to write]“, respektive.

Hier geht es zur Abstimmung. Die Sprachkunst drückt die kälteroten Daumen.

Absolvent_innen des aktuellen Semesters lesen aus ihren Abschlussarbeiten im Sitzungssaal der Universität für angewandte Kunst (Oskar-Kokoschka-Platz 2) um 15:00.

Es lesen:

Thassilo Hazod „Tagen.Frost.Fluss“

Mathias Kropfitsch „STÜCKE : GLOSSAR“

Sophie Zehetmayer „reibung&rauheit“

Als Gast liest auch der Sprachkunst Alumni Norbert Kröll aus seinem aktuellen Roman „Sanfter Asphalt“.

Alle Jahre wieder liest der aktuelle Abschlussjahrgang der Sprachkunst im Literaturhaus. Eine kleiner rundum Blick in die Manuskripte und Notizen der ZUKUMFT. Am 13. Jänner ist der Jahrgang 2014/15 an der Reihe.

Allesamt haben schon gemeinsam an einem Seminartisch gesessen. Es wurde diskutiert, manchmal war es Prosa, manchmal Lyrik, aber irgendwann ahnte man, worum es dem/der anderen, am Tisch gegenüber, ging.

Gehirne, angelehnte Frauen, Butter für -50%, Schubert mit kleinen Geigen, Reisende im Zug, eine werfende Meerjungfrau, Garfield mit dabei, Abbitte nicht leistend, eine Clownsnase, wo der Himmel zerbricht, weil Wimpern sind, auflaufend die Hügel, Neil Young says no und Heines Frauen lachen böse. Aber die Sprache –

Lesende: Timo Brandt, Anna-Sophie Fritz, Christiane Heidrich, Luca Manuel Kieser, Marie Luise Lehner, Nastasja Penzar, Felicia Schätzer, Robin Reithmayr, Gerd Sulzenbacher

Einführung: Michael Hammerschmid, Lehrender am Institut für Sprachkunst

Mehr Infos

Anna Kim ist derzeit Mentorin am Insitut für Sprachkunst. Am 12. Jänner stellt sie ihren aktuellen Roman „Die große Heimkehr“ (Suhrkamp, 2017) in der Alten Schmiede vor. Nach einem Gespräch mit Literaturwissenschaftler Klaus Zeyringer liest sie aus ihrem Werk.

„Anna Kims Werk blickt in hierzulande literarisch ungewöhnliche – innere und äußere – Gegenden: in menschliche Gründe und Abgründe, in Kosovo, Grönland, Korea. Auf sprachlich höchst präzise und narrativ anspruchsvoll ansprechende Weise lotet es sozialhistorische Zusammenhänge und existenzielle Randlagen aus.“

Quelle und Programm

Im Februar 2017 erscheint der Debutroman der Sprachkunststudierenden Marie Luise Lehner bei Kremayr & Scheriau.

„In knappen und dichten Episoden erzählt Marie Luise Lehner die ersten zwanzig Jahre aus dem Leben einer Frau. Es sind Blitzlichter einer Erinnerung – mal schillernd, mal in Scherben liegend – die aber stets von einer kindlichen Leichtigkeit getragen werden.“

Quelle

Lesung im Café Anno (Lerchenfelder Straße 132) mit Gerd Sulzenbacher

Form: frei, lustig und fidel

Inhalt: 3-4 (schwierige) Gedichte;
eine abenteuerliche Geschichte;
Sätze, Witze, Sinnsprüche

Gerd Sulzenbacher geboren 1993 in Innichen, Südtirol.
Studiert Kunstgeschichte und Sprachkunst in Wien.
Veröffentlichungen wenig bis kaum.

Im Café im Hof (Weyringergasse 36 1040 Wien) wird das Stück „Die Serpentinen hinauf“ von Sprachkunstalumni Rhea Krčmářová aufgeführt.

Eine junge Frau, ein Begräbnis, ein unbekanntes Bergdorf, und ein fremder Erzeuger. Ein Herantasten an einen der Ort unvertrauten Wurzeln, die Stimme der toten Mutter im Ohr. Ein Drama auf mehreren Ebenen, die Zuschauer als stumme Zeugen eines Totenmahls, einer Spurensuche, einer versuchten Annäherung.

Ein Drama mit Karin Eva, Luisa Stachowiak und Alexander E. Fennon.
Inszenierung Daniela Wahl, Dramaturie Martin Knuhr.

Weitere Aufführunge am
07.01.2017 – 19:00 Uhr
08.01.2017 – 16:00 Uhr
08.01.2017 – 19:00 Uhr

Karten können unter karten@lokaltheater.at reserviert werden
Normalpreis:10 Euro/ ermäßigt 9 Euro

Weitere Infos unter www.lokaltheater.at

ianinailitcheva

Baby, ich bin all das, was der Arzt dir verboten hat!

Ianina Ilitcheva wurde am 4. Dezember 1983 in Angren, Usbekistan geboren. Sie kam mit einer schweren, seltenen Hautkrankheit auf die Welt, weswegen sie 1991 mit ihrer Mutter nach Österreich zog, da hier die Behandlungsmöglichkeiten fortgeschrittener waren. Allerdings ließ sie sich nie von ihrer Krankheit limitieren – ganz im Gegenteil: sie lebte unablässig radikal empfindsam, hungrig und selbstbestimmt, war stets auf Suche nach dem Schaumkraut am Wegesrand. Nach ihrer Matura studierte sie erst Malerei an der Akademie der Bildenen Künste, mit einem Auslandaufenthalt am Goldsmith College of Art in London, sowie ab 2013 am Institut für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst.

Ianina Ilitchevas künstlerische Produktion war extrem vielfältig, aber nie willkürlich. Malerei und Zeichnung, Skulptur und Fotografie, Video und Performance: sie besaß die Gabe, Alltägliches und scheinbar Nebensächliches in ärgstes Dasein zu transformieren – und erschuf so Perspektiven skurillster Schönheit – widerständig und undogmatisch, ewig auf der Suche nach neuen Formen und Verfahren. Ianina Illitcheva versuchte und verwarf, verwandelte, fluchte und hexte, kuratierte und publizierte, ohne es dabei je auf easy Zufriedenheit oder billigen Fame abgesehen zu haben. Anschließend geisterte sie gerne alleine durch die Bars dieser Stadt; manchmal hielt sie dabei plötzlich eine Lammkeule in der Hand.

2015 erschien, basierend auf ihrer Diplomarbeit an der Akademie der Bildenen Künste, ihr transmediales Buchprojekt 183 Tage, in welchem sie sich versuchsartig mit Isolation, sozialem Begehren und den Abläufen kreativer Prozesse auseinandersetzte. Im gleichen Jahr drehte sie mit Felix Hermann und Jakob Defant in Marroko und Wien den experimentellen Dokumentarfilm Rohdiamanten. Und als @blutundkaffee war sie seit einigen Jahren eine lyrische Ikone, der schönste Geist der deutschprachigen Twitteria – übertriebener Pathos, hohler Zynismus und Blasiertheit waren ihr dabei aber fremd; alles geschah mit dieser bitterernst funkelnden Leidenschaft, die so viele von uns in ihren Bann zog.

Aber Ianina Ilitcheva war nicht bloß Künstlerin und Autorin. Sie war auch eine begnadete Gärtnerin und Köchin, Gourmet, Aktivistin und Schamanin, große Liebe, Freundin und Blutsschwester, post-theoretische Physikerin, Guru, Energydrinkjunkie, Tänzerin und Fels in der Brandung. Ihre Gartenpartys im 22. Bezirk sind Legende, und es gibt niemanden, den sie nicht unter den Tisch trinken konnte (und es auch tat). Vor allem aber war es ihre unschlagbar krasse Offenheit, Empathie, Hilfsbereitschaft und diese bedingungslose Liebe zum Dasein, die so viele uns verzauberte und immer und immer wieder inspirierte und größer machte; das gute Gegenteil von Aufgeben.

Die Ärzte hatten damals ihrer Mutter prophezeit, ihr Kind würde mit ziemlicher Warscheinlichkeit nicht besonders lange Leben; höchstens ein paar Jahre alt werden. Aber als Ianina Ilitcheva 30 wurde, gab es Wodkashots und Sushi serviert auf nackten Männerkörpern. Wie sehr sie sich freuen konnte, verdammt. Und wie sehr sie uns die leuchtenden Schattenseiten gezeigt, und uns angetrieben hat… egal, was die Metastasen machten.

Ianina Ilitcheva starb am 20.12.2016 im Kreis ihrer Liebsten. Aber das war nur ihre Hülle, oida – ihren Spirit spüren wir mit jedem Windzug und zwar für immer und bis bald. Schaumkraut, Wolke und Licht. Und jetzt can everybody please just get down?

Wer sich von Ianina Ilitcheva verabschieden möchte, kann das am 29.12. um 13 Uhr in der Feuerhalle Simmering tun.

(Rick Reuther)

Leipzig liest!

aus: Havel, Hunde, Katzen, Tulpen. Garz erzählt
Esther Dischereit (Hg.), Mitteldeutscher Verlag, 2016, 216 Seiten, 14,95€

Samstag, 25.03.2017, um 19 Uhr im Kunstkraftwerk Leipzig
Saalfelder Str. 8, 04179 Leipzig

Pressematerial

 

Viele, viele Postkarten und E-mails wurden verfasst und verschickt.

Danke an Martin Winter. Danke an alle, die gekommen sind.

Hier einige Eindrücke.

 

Im Mo.e (Thelemangasse 4, 1170 Wien).

„Der Faden wird erneut aufgenommen. Nämlich dort, wo jenes, das sich bevorzugt bedeckt hält, hochgekrempelt, umgeschlagen, raufgezogen wird: an Säumen nestelnd, kramen wir unter zahlreichen Stoffschichten Häute hervor. Machen anhand der Geschichte ihrer Wundmale die Erfahrung einer Gegenwart zugänglich. Zwischen Abgeworfenem sich die Blöße gebend und jeden Schutzes beraubt, heißen verwobene Deutungen Verhüllung Illusion. Gewebe, allfälligen Blicken ausgesetzt, gerät in den unmittelbaren Fokus. Wir ziehen blank.

Bar jeglichen Anspruchs auf Nahtlosigkeit legt dichtung//s//ring das vierte Stück ab. Die unbedeckten Stellen werden zum Anschauungsort des Lediglichen im Wortkörper. Es werden Bruchstellen freigelegt, an deren Ecken und Kanten wir uns aufreißen.“

• Thomas Kodnar // Lesung_ Himmlisch
• Frieda Paris und Lena Biertimpel // Lesung_ wir wieder – Auszüge
• Robert Prosser // Lesung_ Reiter ohne Pferd
• Katha Schaar // Videoinstallation_ transparent
• Baron | Neuhuber // interdisciplinary sound sculpture performance

Quelle und Infos

Junge Autorinnen und Autoren der Sprachkunst porträtieren das Dorf Garz nordwestlich von Berlin, seine 145 Einwohnerinnen und Einwohner, die Fische in der Kühltruhe, Träume, Wünsche, Nachkrieg und DDR. Diese Sammlung an unterschiedlichen Momentaufnahmen ist im Dezember 2016 beim Mitteldeutschen Verlag erschienen.

(german version below)

The Sprachkunst institute takes part in the annual greeting cards campaign of PEN International. PEN has collected addresses of writers all over the world who are imprisoned and persecuted for their words. The list only contains people who appreciate receiving messages of support.

We will meet at the Sprachkunst institute (Vordere Zollamtsraße 3, room 1) and write and send postcards to show solidarity and support to those imprisoned and experiencing isolation.

Since the list is long and there is no such thing as too much support or too many postcards, come along and help us. You don’t need to study Sprachkunst, you don’t need to study anything. Everyone is invited to join.

Languages apart from English and German are very much welcome, though not a prerequisite. (There will be someone present who is able to address the postcards in Chinese.)

We will have some postcards, coffee and tea. Even more postcards, coffee and tea are very much appreciated though. Food is nice too. Please do NOT bring postcards with religious symbolism or with references to Christmas, since the prisoners have various religious faiths or none.

If you have one, bring your laptop or your smartphone, since it helps to look up some information on the reasons for the prosecution or to check a dictionary. (One computer is available for sure, if you can’t bring one. And there is a bit of information on the list as well.)

Bring pens and pencils. In any colour you like.

Come by.

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Das Sprachkunst Institut nimmt Teil an der Postkartenaktion von PEN International
PEN stellt jedes Jahr eine Liste mit Namen und Adressen von Menschen weltweit zusammen, die aufgrund ihrer Wörter im Gefängnis sind. Alle Menschen, die auf der Liste stehen wünschen sich ausdrücklich unterstützende Nachrichten.

Deshalb treffen wir uns am Sprachkunstinstitut (Vordere Zollamtstraße 3, Seminarraum 1), um Gefangenen, die verfolgt werden und in Isolation leben müssen, Solidarität und Unterstützung zu zeigen.

Die Liste ist lang und die Solidarität kann nicht groß genug sein, also schaut vorbei und helft uns, egal ob ihr Sprachkunst studiert, oder gar nicht studiert. Alle können vorbeikommen und mitmachen.

Andere Sprachen als Deutsch und Englisch sind praktisch und sehr willkommen, aber keine Voraussetzung. Es wird Unterstützung vorhanden sein, die sich um die chinesisch-sprachige Adressierung kümmert.

Postkarten, Tee und Kaffee sind vorhanden. Noch mehr Postkarten, Kaffee, Tee und auch Essen sind erwünscht. Bitte bringt keine Postkarten mit religiösen oder weihnachtlichen Motiven mit, da die Gefangenen unterschiedliche oder keine Religion haben.

Wer kann, bringt bitte einen laptop oder smartphone mit, da es hilfreich ist Informationen über die Person, an die man schreibt, nachzuschauen, oder etwas in einem Wörterbuch nachzuschlagen. (Zumindest ein Computer wird ohnehin vorhanden sein. Ein paar Informationen gibt es auch in der Liste.)

Bringt Stifte und Kugelschreiber mit. Farbe ist egal.

Come by.

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Ein Dienstagabend wie er (eh) jeden ersten Dienstag/Monat (z.B.) im facebook steht:

Die sehr ernsten scherze veranstalten (eh schon wieder) einen Abend zum Zuhören und Anschauen. Es wird gelesen und es wird ausgestellt. Es wird über Musik gemunkelt. Ein Büchertisch wird euch zumindest im Wege stehen.

Wer hier ein sehr ernstes Eh aus sich seufzt, der lasse sich durch das line-up begeistern.

Es lesen:

Thassilo Hazod feat. Manuel
Cornelia Hülmbauer
Jaqueline Weihe

Musik:
DJ Dutt [Flixbus Wien/Teheran]

Eintritt: freie Spende!

Kommet in Scharen, oder besser noch alleine.

Wir freuen uns eh,
sehr ernste.

Mehr Infos hier.
Likes hier liegen lassen.

Wählen ist deine Kunst.

Wählen ist eine Kunst.

Wählen ist keine Kunst.

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„Die Welt ebenso wie die eigene unmittelbare Umgebung mit einem offenen und genauen Blick betrachten, sich nicht abwenden, das Gesehene, Gehörte, Gedachte und Gefühlte hinterfragen. Das tun – im besten Fall – Kunstschaffende und Schreibende, das tun – in jedem Fall – Naa Teki Lebar und Vladimir Vertlib.
Die Äußerungen und Blicke anderer, in denen allzu oft Vorurteile liegen, machen beide zum Thema und erwidern sie wirkungsvoll durch das selbstbewusste Anschreiben gegen Rassimus, Antisemititsmus und Engstirnigkeiten aller Art.
Naa Teki Lebar wird an diesem Abend in Form einer szenischen Lesung den Text „der blick des anderen“ vortragen, Vladimir Vertlib nicht nur autobiographische Essays, sondern auch aus einem seiner Romane lesen.“

Mehr Infos.

In Form von Lesungen, Performances, Musik und Diskussionen füllt sich das Literaturhaus Graz ganz mit den Ideen und Stücken von Ödön von Horváth, Wolfgang Bauer und Werner Schwab. Neben FM Einheit, Peter Turini, Ferdinand Schmalz sind auch Lehrende der Sprachkunst zu Besuch: Gerhild Steinbuch und Ferdinand Schmatz. Drei Tage lang wird versucht dem Theater von Horváth, Bauer und Schwab näher zu kommen, was sich angesichts Horváths Aussage „Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu“ als schwierig erweisen könnte.

Mehr Infos.

„Alles, woran man glaubt, beginnt zu existieren.“

„Ein Spiel dauert 90 Minuten. Und wie lange dauern 90 Minuten? Wie lange dauern sie ohne Gesellschaft? Und wer erträgt sie?“

„Schatten wechseln, streifen leicht vorbei, lindern, kühlen, aber ihre Möglichkeiten werden von dem bestimmt, der sie wirft.“

„Man versäumt immer nur sich selbst.“

aus: Ilse Aichinger (1991) Ilse Aichinger Werke
(Hrsg. Richard Reichensperger) Frankfurt am Main: S. Fischer

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Seit Oktober findet einmal pro Monat – immer am ersten Dienstag – die Lesereihe „sehr ernste scherze“ im Spektakel, Hamburgerstraße 14, 1050 satt.
Die Veranstaltungsreihe dient dazu den Studierenden der Sprachkunst „samt freund_innen“ eine Bühne zu bieten, auf der sie lesen, vortragen, performen oder rappen können.
Nach einer „sehr ernsten Generalprobe“ und einem „sehr ernsten Ersten“ ist der nächste Termin der 6. Dezember, 19:00.

Aktuelle Informationen über das Programm des jeweiligen Abends finden sich auch hier. Bei Interesse an Mitwirkung ist es möglich sich mit einem kurzen Konzept unter sehrernste@gmx.at zu melden.

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Alles, auch der Essay, ist Versuch, Versuchung, Verführung.

Das gilt auch für die Schreibweise des Autors Ferdinand Schmatz, der eigenwillige Positionen in Dichtung und Kunst aufspürt und diesen nahe zu kommen versucht.

Im Zeitungsformat versammeln sich Beiträge von Studierenden und Lehrenden der Sprachkunst zur Thematik DRINNEN/DRAUSSEN/HEYMAT. Die Zeitung ist am Sprachkunstinstitut erhältlich.

Die Einnahmen werden für Fahrtickets für geflüchtete Menschen verwendet.

Die Zeitung erschien anlässlich des gleichnahmigen Festivals im März 2016 in Kooperation mit dem jungen Salon und dem brick5.

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Am Dienstag, 22. November eröffnet Maria Muhar um 19.00 ihre erste Einzelaustellung an der schule für dichtung. Zu sehen sein wird die Ausstellung bis zum 21. März 2017. Unter dem Titel „Kette & Schuss“ stellt sie installative Arbeiten, die sich mit Erzählungen und deren Erweiterung auseinandersetzen, vor:

„Muster, System und Struktur.
Mit meinen installativen Arbeiten möchte ich untersuchen, welche unterschiedlichen Lesarten dadurch für Erzählungen entstehen können. Die Geschichten, welche dem Raum und den verwendeten Objekten eingeschrieben sind, treffen auf die Textvorlage, lösen sie aus dem Papier. Durch den Einsatz unterschiedlicher Medien soll das Prinzip der Bedingung offengelegt, bedient oder konterkariert werden.“

Zusätzlich gibt es am Eröffnungsabend eine Vortragsperformance von Jörg Piringer (Sound Poet, Musiker, Visual Artist und App-Entwickler) namens „Datenpoesie“ über poetische Computerspiele, neuronale Poesie, Poesiesoftware, künstlich intelligente Lyrik und Datenprosa.

Maria Muhar *1986. Lehre als Köchin, Studium der bildenden Kunst & am Institut für Sprachkunst

Weitere Informationen sind hier zu finden.

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Zum vierten Mal erscheint die Sprachkunst-Anthologie Jenny und zum vierten Mal wird ihr Erscheinen gebührend gefeiert: 9. November, 19:00 im Celeste, Hamburgerstraße 18, 1050 Wien.

Es werden Lesungen, eine audiovisuelle Textperformance, Live-Acts und DJ-Sets geboten. Und natürlich wird die frisch gepresste Jenny zahlreich erhätlich sein.

Mehr Informationen hier.

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Jenny ist die Literaturzeitschrift des Instituts der Sprachkunst. Die langersehnte vierte Ausgabe versammelt Beiträge von jungen Autorinnen und Autoren in vielfältiger Form und zu unterschiedlichen Themenbereichen: Interviews mit jungen Herausgeber_innen, Textchen für ordentliche Tage, Erzählungen über Franz.

Die Herausgeber_innen der Jenny, Timo Brandt, Gunda Kinzl, Antonio Schachinger und Johanna Wieser beschreiben sie und ihre Arbeit daran in etwa so:

Jenny, Jenny, Jenny, tadeln wir sie in einem fort, über das ganze Jahr, es ist eine liebe Müh. Wie in einem schlechten Film geht es immer darum, wer das Mädchen kriegt und die Wahrheit sagt sie eher, wenn sie blau ist. Jenny kommt es nur auf eines an: Jenny. Clever soll alles sein und deep. Dann – endlich! – taucht sie auf und fragt rotzfrech: „Seid ihr bereit?“. Wir nicken. Es wird erwartungsvoll. Aber dann bekommt sie einen Anruf. Hebt ab und bedeutet uns, wir sollen still sein. Grinst. „Gute Neuigkeiten, Leute: Goethes neues Gretchen heißt Jenny. Was war also die Frage?“

Mehr Informationen und die Möglichkeit Jenny #4 käuflich zu erwerben gibt es auf der Website der Jenny, die auch einen Sneak-Peak in die aktuelle Ausgabe erlaubt: http://www.jenny-literatur.at/

Die Jenny ist ebenso in mehreren Buchläden in Wien, Graz, München, Berlin, Hildesheim und Leipzig erhältlich sowie am Institut für Sprachkunst, Vordere Zollamtstraße 3.

 

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Mehrere kurze Erzählungen ergeben einen Band mosaikhafter Wahrnehmungen des Alltags, über Vögel und Träume. Bastian Schneiders Debüt erschien 2016 im Verlag Sonderzahl.

„Während im letzten Halbjahr vor allem steirische Schriftsteller kiloschwere, ausgreifende Großromane vorlegten, deren präpotentes Auftrumpfen griffig ins Leere ging, kommt Bastian Schneider leise daher, ganz leise. Zurückgenommen. Und ist dabei von einer einnehmenden Einfachheit und von einer grazilen, diskreten Vornehmheit. Denn er schaut. Er beobachtet einfach. Was eben so schwierig ist.“

Quelle

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Jenny ist die Literaturzeitschrift des Instituts der Sprachkunst. Die langersehnte vierte Ausgabe versammelt Beiträge von jungen Autorinnen und Autoren in vielfältiger Form und zu unterschiedlichen Themenbereichen: Interviews mit jungen Herausgeber_innen,  Textchen für ordentliche Tage, Erzählungen über Franz.

Die Herausgeber_innen der Jenny, Timo Brandt, Gunda Kinzl, Antonio Schachinger und Johanna Wieser beschreiben sie und ihre Arbeit daran in etwa so:

Jenny, Jenny, Jenny, tadeln wir sie in einem fort, über das ganze Jahr, es ist eine liebe Müh. Wie in einem schlechten Film geht es immer darum, wer das Mädchen kriegt und die Wahrheit sagt sie eher, wenn sie blau ist. Jenny kommt es nur auf eines an: Jenny. Clever soll alles sein und deep. Dann – endlich! – taucht sie auf und fragt rotzfrech: „Seid ihr bereit?“. Wir nicken. Es wird erwartungsvoll. Aber dann bekommt sie einen Anruf. Hebt ab und bedeutet uns, wir sollen still sein. Grinst. „Gute Neuigkeiten, Leute: Goethes neues Gretchen heißt Jenny. Was war also die Frage?“

Mehr Informationen und die Möglichkeit Jenny #4 käuflich zu erwerben gibt es auf der Website der Jenny, die auch einen Sneak-Peak in die aktuelle Ausgabe erlaubt: http://www.jenny-literatur.at/

Die Jenny ist ebenso in mehreren Buchläden in Wien, Graz, München, Berlin, Hildesheim und Leipzig erhältlich sowie am Institut für Sprachkunst, Vordere Zollamtstraße 3.

 

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Lyrische Beschreibungen von Wahrnehmungen, Zuständen, Situationen und Stimmungen ergeben das bei Edition Art & Science erschnienene Werk Sandra Hubingers.

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183 Tage dokumentiert den Versuch absoluter Einsamkeit. Notizen, Bilder und Selbstportrait ergeben Ianina Ilitchevas Debüt, das 2015 bei Kremayr & Scheriau erschienen ist.

„Den Verlauf dieses Selbstversuchs hat Ilitcheva in ihrem außerordentlichen – und außerordentlich schön gestalteten – Buch 183 Tage festgehalten. Entsprechend ihrem Drang, sich in unterschiedlichen Medien auszudrücken, enthält 183 Tage nicht nur konventionellen gedruckten Text, sondern Faksimiles handschriftlicher Notizen auf Zetteln im Post-it-Format, von Zeichnungen mit Bleistift, Kugelschreiber und Tusche oder mit einer speziellen App aufgenommene Selfies, die die Autorin immer an ein und derselben Location, einem Garten im 22. Wiener Gemeindebezirk zeigen.
[…] Für die Leserinnen und Leser ist es eine Einladung, am Erleben einer eigenwilligen und hochsensiblen Künstlerin teilzuhaben. Und für die neue literarische Reihe des Verlags Kremayr und Scheriau ist 183 Tage ein gelungenes Debüt, das gespannt macht auf die Bücher und Dinge, die da noch kommen werden.“

Quelle

Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag haben sich Studierende der Sprachkunst als Teil der vierten Generation mit Erinnerung auseinandergesetzt, danach gesucht, sie gefunden, etwas gesagt. Herausgegeben von Esther Dischereit und Ferdinand Schmatz und 2015 bei DeGruyter erschienen.

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Erzählungen über den Zweifel an der Welt, an sich selbst, an allem. Groteskes und das, was als normal erachtet wird, sind nicht mehr auseinanderzuhalten. Irmgard Fuchs Werk erschien 2015 bei Kremayr & Scheriau.

„Auch in den konventioneller erzählten Texten geht es bei Irmgard Fuchs meist um Menschen, die darunter leiden, zu viel Tagesfreizeit zu haben und sich ziellos durch die Stadt treiben lassen – oder aber ihre Zimmer kaum noch verlassen. Das Leben ist eine Zumutung? Da hilft nur noch, dem Geschehen groteske Züge zu verleihen.“

Quelle

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Die Geschichten von Begegnungen eines Sommer, mit sich selbst, mit anderen. Die Verstrickungen und Lügen, die Wärme und Nähe. Sandra Gugics Debütroman erschien 2015 bei C.H. Beck.

„Die „Astronauten“ von Sandra Gugić sind immer unterwegs. Auf der Flucht vor der Realität greifen sie nach den Sternen – und landen meist auf der Fresse. Die in Berlin lebende Wienerin, Jg. 1976, hat einen Großstadtroman geschrieben, der sich um ein Ensemble denkwürdiger Figuren dreht.“
Quelle

Die Frage zu wiederholen sehen wir als gedankliches Design der Corporate Identity und Mahnung an diejenigen, die sich uns seit dem ersten Tage (vgl. Genesis 1,2: „(…) die Erde aber war wüst und wirr (…)“) verbunden fühlen.
Somit wird sie zum Wappen der ewigen Wiederkehr (vgl. Ecce homo: „Wer ist eigentlich JENNY?“).

Mehr von und über Jenny

Das Buch ist eine „literarische Auseinandersetzungen mit einem gerne gemiedenen Thema und erlauben damit auch dem Sterben von Kindern, Teil des öffentlichen Diskurses zu werden“ und 2015 beim Labor Verlag erschienen.

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Popmusikt mit Amore.
Mehr hier.

Das alles sei Abglanz vom Abglanz, hieß es mal. Aber die Frage ist doch: warum glänzt Jennys Hirn. Woher kommt das Licht, welche Flächen werden erhellt, was bleibt dunkel. Wer wird geblendet, wohin wird reflektiert. Und wie geht das Licht aus. JENNY hinterfragt Lichtverdichtung.

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Der Roman um die Plus-Size-Liebe, ihren Ruf, ihre Tücken und gegen die Unterdrückungen des Schlankheitskults und einer normschönen Welt erschien 2014 bei edition a.

„Zu dick, um geliebt zu werden? Romy Morgenstern verliert vor lauter Selbstzweifel den Mann ihrer Träume ausgerechnet an eine Frau, die noch dicker ist als sie. Als die Gamedesignerin feststellt, dass dick einer der häufigsten Internet-Suchbegriffe in Sachen Sex ist und Plus-Size-Dating im Trend liegt, beschließt sie, die Welt der Liebe jenseits des Schlankheitskults zu erforschen.“

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„Der Roman ist nicht nur inhaltlich gelungen, sondern auch stilistisch, denn Rhea Krčmářová verwendet, passend zum Beruf ihrer Heldin, eine Fülle von Vergleichen und Metaphern aus der Welt der Fantasy-Computerspiele und Fantasy-Literatur. Man muss zum Glück kein Experte auf diesen Gebieten sein, um die Vergleiche zu verstehen, und zumindest die auf Tolkiens „Herr der Ringe“ basierenden versteht man auch als Nicht-Nerd zur Gänze. […] Das ist ein „expliziter“ Roman, der nicht für kleine Kinder geschrieben ist. Aber er ist keine Pornographie, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Problem, das sogenannte „Plus-Size-Frauen“ in unserer Gesellschaft mit ihrem Körper haben (können).“
Quelle

„Didi Drobnas mit Spannung erwarteter Debutroman erzählt die Geschichte von zwei Schwestern auf einer abenteuerlichen Reise. Sie folgen der Spur eines Mannes und müssen dabei sich selbst finden. Geschichten von Rollstuhl-fahrenden Seemännern, Großmüttern mit weißen Zauberhaaren und charmanten Irren aus der Nervenheilanstalt.“

Quelle

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Konrad Prissnitzs Gedichtband, bestehend aus Sonetten und Sonetteformen, erschien 2014 beim Verlag Sonderzahl.

„Hier versteht es einer, oder hat es geradezu darauf angelegt, Schwierigkeiten zu meistern und es dabei so aussehen zu lassen, als wär‘ s ein Klacks. Sofort fällt die handwerkliche Seite, das Beherrschen des Metiers beim Lesen dieser Gedichte auf. Dass Prissnitz sich aufs Sonett versteift, mag einer Reverenz an den Vater, dem Versuch der Selbstdisziplinierung oder einfach dem Spieltrieb geschuldet sein: Spaß macht das Nachvollziehen seiner Pirouetten und Lazzi allemal.“
Quelle

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Knapp, prägnant, kühl und düster sammeln sich hier Geschichten zu Beziehungen aller Art – vor allem der zu sich selbst. Ekaterina Heiders Kurzgeschichtenband erschien 2013 in der edition exil.

„Nicht Immigration, nicht äußerliches Fremdsein aufgrund von Nationalität, Sprache oder Hautfarbe ist Thema, sondern inneres Fremdsein: Fremdsein von jungen Menschen in der Gesellschaft, in der großen Stadt Wien, in einer Welt, die Normen diktiert. Aus ebendiesen Normen brechen die Erzähler aus. Sie stehen auf der anderen Seite, jenseits von Regeln und „Normalität“. Die Szenen und Bilder sind eindringlich, manchmal nahezu überzeichnet und düster. Und ab und zu blitzt ein Stück schwarzer Humor auf.“
Quelle

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Das partizipatorische und kollektive Kunst- und Schreibprojekt wurde von Johanna Müller initiert und 2013 beim Verlagshaus Hernals herausgegeben.

„Ziel des Projekts ist das Verbinden von Ottakringern (Immigranten, Ottakringer Urgesteine, Jung und Alt, Hundebesitzer und Professoren), die zwar alle im selben Bezirk leben aber nicht miteinander in Kontakt getreten wären. Aus diesen vielen verschiedenen Perspektiven entsteht ein vielfältiges, sonst nicht einsehbares Bild von Ottakring (seinen Fantasien, Wünschen, geheimen Plätzen).“
Quelle

JENNY ist neu.
JENNY ist junge Literatur.
JENNY liebt Prosa, Lyrik, Drama, Poetik und Essay.
JENNY gibt Interviews und geht gern angeln.
JENNY ist geräumig und beherbergt Gäste.
JENNY mag Bilder.
JENNY liebt Text.
JENNY is made in Vienna.

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