Sprachkunstabsolventin Afamia Al-Dayaa veröffentlicht unter ihrem Pseudonym Yara Lee ihr Debüt beim Residenz Verlag.

Marla und James sind jung, sie verlieben, verlieren und begegnen sich wieder. Ihr Glück scheint keine Grenzen zu kennen, bis James Marla auf seine meeresbiologische Forschungsreise nach Mexiko mitnimmt. Dort werden sie in eine böse Intrige verwickelt – und straucheln unter der Last der Missverständnisse und Feindseligkeiten. Auch Ulysses ist das Kind einer längst vergangenen Liebe, vor allem aber ist er Marlas Vater, der sie als Kind verlassen hat und der in einer melancholischen Stimmung beschließt zu sterben. Zunächst aber gilt es, den geeigneten Ort dafür zu finden – oder soll er doch eher die verlorene Tochter suchen? Yara Lees Debüt erzählt spielerisch leicht von Liebe und Verlust und davon, dass Suchen und Finden nicht immer etwas miteinander zu tun haben.

Sprachkunstabsolventin Raphaela Edelbauer veröffentlicht ihr Romandebüt 2017 bei Klever.

„Entdecker“ ist eine tollkühne Poetik aus der Synthese von Sprache und Naturwissenschaft. Jeder der sechs Teile – „Mikroorganismen“ (Bestiarium), „Minerale“, „Geologie“ (Kartografie), „Gravitation“, „Aggregatzustände“, „Zeit“ – verfolgt einen anderen Ansatz und doch sind alle untereinander organisch verbunden.

Raphaela Edelbauer versucht mit ihrem Prosadebut nichts Geringeres, als unserer Naturgeschichte der Neu­zeit, mitsamt ihrer Systematik, Kombinatorik und Logik, ihrer eigene, poetische Logik entgegenzusetzen und mit den Mitteln der Sprache auszu­hebeln.

Eine phantastische Bild-Text-Expedition durch die Wirrnisse der Erdgeschichten: Mit zahlreichen Illus­trationen von Simon Goritschnig.

Timo Brandts Debüt Gedichteband „Enterhilfen fürs Universum“ ist 2017 bei edition offenes Feld erschienen und als E-Book und in Print erhältlich.

„“Enterhilfe fürs Universum“ ist Timo Brandts Debutband, ein ebenso sinnliches wie sprachlich präzises Sonarium der Welt. Dabei kommt der literarischen Anverwandlung eine nicht unbedeutende Rolle zu; Ted Hughes und Sylvia Plath, Anna Achmatowa, Lars Gustafsson und Blaise Cendrars, James Joyce und Anne Sexton sprechen und werden angesprochen – Literatur ist ein Phänomen, das sich nicht von den Wäldern, vom Meer oder einer Wäschespinne unterscheidet. Timo Brandts Sprache ist modulationsfähig, bedient sich mal anschaulicher Bilder, wenn sie deskriptiv ist, mal kühner Wortfügungen, wenn sie auf Erkundung in Gedankenräumen geht, bleibt jedoch immer dringlich, stellt sich verschiedene Fragen, die zum Leser herüberschwappen, singt, grübelt und bezieht Position. Hier ist eine neue Stimme zu entdecken, die Tradition und Moderne auf sanfte Weise vermischt und auch dort nicht den Boden unter den Füßen verliert, wo sie zum Sprung von der Kante des Universums ansetzt.“

„Denn bei näherem Hinsehen zeigt es sich, dass Brandt eben nicht eine manierierte Form erfindet, um sie dann mit irgendeinem Inhalt zu füllen; vielmehr entsteht diese Form vor den Augen des erfreut staunenden Lesers aus der Bewegung des Gedichts oder vielmehr dem Prozess des Dichtens selbst.“

Im Februar 2017 erscheint der Debutroman der Sprachkunststudierenden Marie Luise Lehner bei Kremayr & Scheriau.

„In knappen und dichten Episoden erzählt Marie Luise Lehner die ersten zwanzig Jahre aus dem Leben einer Frau. Es sind Blitzlichter einer Erinnerung – mal schillernd, mal in Scherben liegend – die aber stets von einer kindlichen Leichtigkeit getragen werden.“

Quelle

Junge Autorinnen und Autoren der Sprachkunst porträtieren das Dorf Garz nordwestlich von Berlin, seine 145 Einwohnerinnen und Einwohner, die Fische in der Kühltruhe, Träume, Wünsche, Nachkrieg und DDR. Diese Sammlung an unterschiedlichen Momentaufnahmen ist im Dezember 2016 beim Mitteldeutschen Verlag erschienen.

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Alles, auch der Essay, ist Versuch, Versuchung, Verführung.

Das gilt auch für die Schreibweise des Autors Ferdinand Schmatz, der eigenwillige Positionen in Dichtung und Kunst aufspürt und diesen nahe zu kommen versucht.

Im Zeitungsformat versammeln sich Beiträge von Studierenden und Lehrenden der Sprachkunst zur Thematik DRINNEN/DRAUSSEN/HEYMAT. Die Zeitung ist am Sprachkunstinstitut erhältlich.

Die Einnahmen werden für Fahrtickets für geflüchtete Menschen verwendet.

Die Zeitung erschien anlässlich des gleichnahmigen Festivals im März 2016 in Kooperation mit dem jungen Salon und dem brick5.

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Mehrere kurze Erzählungen ergeben einen Band mosaikhafter Wahrnehmungen des Alltags, über Vögel und Träume. Bastian Schneiders Debüt erschien 2016 im Verlag Sonderzahl.

„Während im letzten Halbjahr vor allem steirische Schriftsteller kiloschwere, ausgreifende Großromane vorlegten, deren präpotentes Auftrumpfen griffig ins Leere ging, kommt Bastian Schneider leise daher, ganz leise. Zurückgenommen. Und ist dabei von einer einnehmenden Einfachheit und von einer grazilen, diskreten Vornehmheit. Denn er schaut. Er beobachtet einfach. Was eben so schwierig ist.“

Quelle

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Jenny ist die Literaturzeitschrift des Instituts der Sprachkunst. Die langersehnte vierte Ausgabe versammelt Beiträge von jungen Autorinnen und Autoren in vielfältiger Form und zu unterschiedlichen Themenbereichen: Interviews mit jungen Herausgeber_innen,  Textchen für ordentliche Tage, Erzählungen über Franz.

Die Herausgeber_innen der Jenny, Timo Brandt, Gunda Kinzl, Antonio Schachinger und Johanna Wieser beschreiben sie und ihre Arbeit daran in etwa so:

Jenny, Jenny, Jenny, tadeln wir sie in einem fort, über das ganze Jahr, es ist eine liebe Müh. Wie in einem schlechten Film geht es immer darum, wer das Mädchen kriegt und die Wahrheit sagt sie eher, wenn sie blau ist. Jenny kommt es nur auf eines an: Jenny. Clever soll alles sein und deep. Dann – endlich! – taucht sie auf und fragt rotzfrech: „Seid ihr bereit?“. Wir nicken. Es wird erwartungsvoll. Aber dann bekommt sie einen Anruf. Hebt ab und bedeutet uns, wir sollen still sein. Grinst. „Gute Neuigkeiten, Leute: Goethes neues Gretchen heißt Jenny. Was war also die Frage?“

Mehr Informationen und die Möglichkeit Jenny #4 käuflich zu erwerben gibt es auf der Website der Jenny, die auch einen Sneak-Peak in die aktuelle Ausgabe erlaubt: http://www.jenny-literatur.at/

Die Jenny ist ebenso in mehreren Buchläden in Wien, Graz, München, Berlin, Hildesheim und Leipzig erhältlich sowie am Institut für Sprachkunst, Vordere Zollamtstraße 3.

 

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Lyrische Beschreibungen von Wahrnehmungen, Zuständen, Situationen und Stimmungen ergeben das bei Edition Art & Science erschnienene Werk Sandra Hubingers.

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183 Tage dokumentiert den Versuch absoluter Einsamkeit. Notizen, Bilder und Selbstportrait ergeben Ianina Ilitchevas Debüt, das 2015 bei Kremayr & Scheriau erschienen ist.

„Den Verlauf dieses Selbstversuchs hat Ilitcheva in ihrem außerordentlichen – und außerordentlich schön gestalteten – Buch 183 Tage festgehalten. Entsprechend ihrem Drang, sich in unterschiedlichen Medien auszudrücken, enthält 183 Tage nicht nur konventionellen gedruckten Text, sondern Faksimiles handschriftlicher Notizen auf Zetteln im Post-it-Format, von Zeichnungen mit Bleistift, Kugelschreiber und Tusche oder mit einer speziellen App aufgenommene Selfies, die die Autorin immer an ein und derselben Location, einem Garten im 22. Wiener Gemeindebezirk zeigen.
[…] Für die Leserinnen und Leser ist es eine Einladung, am Erleben einer eigenwilligen und hochsensiblen Künstlerin teilzuhaben. Und für die neue literarische Reihe des Verlags Kremayr und Scheriau ist 183 Tage ein gelungenes Debüt, das gespannt macht auf die Bücher und Dinge, die da noch kommen werden.“

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Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag haben sich Studierende der Sprachkunst als Teil der vierten Generation mit Erinnerung auseinandergesetzt, danach gesucht, sie gefunden, etwas gesagt. Herausgegeben von Esther Dischereit und Ferdinand Schmatz und 2015 bei DeGruyter erschienen.

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Erzählungen über den Zweifel an der Welt, an sich selbst, an allem. Groteskes und das, was als normal erachtet wird, sind nicht mehr auseinanderzuhalten. Irmgard Fuchs Werk erschien 2015 bei Kremayr & Scheriau.

„Auch in den konventioneller erzählten Texten geht es bei Irmgard Fuchs meist um Menschen, die darunter leiden, zu viel Tagesfreizeit zu haben und sich ziellos durch die Stadt treiben lassen – oder aber ihre Zimmer kaum noch verlassen. Das Leben ist eine Zumutung? Da hilft nur noch, dem Geschehen groteske Züge zu verleihen.“

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Die Geschichten von Begegnungen eines Sommer, mit sich selbst, mit anderen. Die Verstrickungen und Lügen, die Wärme und Nähe. Sandra Gugics Debütroman erschien 2015 bei C.H. Beck.

„Die „Astronauten“ von Sandra Gugić sind immer unterwegs. Auf der Flucht vor der Realität greifen sie nach den Sternen – und landen meist auf der Fresse. Die in Berlin lebende Wienerin, Jg. 1976, hat einen Großstadtroman geschrieben, der sich um ein Ensemble denkwürdiger Figuren dreht.“
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Die Frage zu wiederholen sehen wir als gedankliches Design der Corporate Identity und Mahnung an diejenigen, die sich uns seit dem ersten Tage (vgl. Genesis 1,2: „(…) die Erde aber war wüst und wirr (…)“) verbunden fühlen.
Somit wird sie zum Wappen der ewigen Wiederkehr (vgl. Ecce homo: „Wer ist eigentlich JENNY?“).

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Das Buch ist eine „literarische Auseinandersetzungen mit einem gerne gemiedenen Thema und erlauben damit auch dem Sterben von Kindern, Teil des öffentlichen Diskurses zu werden“ und 2015 beim Labor Verlag erschienen.

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Popmusikt mit Amore.
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Das alles sei Abglanz vom Abglanz, hieß es mal. Aber die Frage ist doch: warum glänzt Jennys Hirn. Woher kommt das Licht, welche Flächen werden erhellt, was bleibt dunkel. Wer wird geblendet, wohin wird reflektiert. Und wie geht das Licht aus. JENNY hinterfragt Lichtverdichtung.

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Der Roman um die Plus-Size-Liebe, ihren Ruf, ihre Tücken und gegen die Unterdrückungen des Schlankheitskults und einer normschönen Welt erschien 2014 bei edition a.

„Zu dick, um geliebt zu werden? Romy Morgenstern verliert vor lauter Selbstzweifel den Mann ihrer Träume ausgerechnet an eine Frau, die noch dicker ist als sie. Als die Gamedesignerin feststellt, dass dick einer der häufigsten Internet-Suchbegriffe in Sachen Sex ist und Plus-Size-Dating im Trend liegt, beschließt sie, die Welt der Liebe jenseits des Schlankheitskults zu erforschen.“

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„Der Roman ist nicht nur inhaltlich gelungen, sondern auch stilistisch, denn Rhea Krčmářová verwendet, passend zum Beruf ihrer Heldin, eine Fülle von Vergleichen und Metaphern aus der Welt der Fantasy-Computerspiele und Fantasy-Literatur. Man muss zum Glück kein Experte auf diesen Gebieten sein, um die Vergleiche zu verstehen, und zumindest die auf Tolkiens „Herr der Ringe“ basierenden versteht man auch als Nicht-Nerd zur Gänze. […] Das ist ein „expliziter“ Roman, der nicht für kleine Kinder geschrieben ist. Aber er ist keine Pornographie, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Problem, das sogenannte „Plus-Size-Frauen“ in unserer Gesellschaft mit ihrem Körper haben (können).“
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„Didi Drobnas mit Spannung erwarteter Debutroman erzählt die Geschichte von zwei Schwestern auf einer abenteuerlichen Reise. Sie folgen der Spur eines Mannes und müssen dabei sich selbst finden. Geschichten von Rollstuhl-fahrenden Seemännern, Großmüttern mit weißen Zauberhaaren und charmanten Irren aus der Nervenheilanstalt.“

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Konrad Prissnitzs Gedichtband, bestehend aus Sonetten und Sonetteformen, erschien 2014 beim Verlag Sonderzahl.

„Hier versteht es einer, oder hat es geradezu darauf angelegt, Schwierigkeiten zu meistern und es dabei so aussehen zu lassen, als wär‘ s ein Klacks. Sofort fällt die handwerkliche Seite, das Beherrschen des Metiers beim Lesen dieser Gedichte auf. Dass Prissnitz sich aufs Sonett versteift, mag einer Reverenz an den Vater, dem Versuch der Selbstdisziplinierung oder einfach dem Spieltrieb geschuldet sein: Spaß macht das Nachvollziehen seiner Pirouetten und Lazzi allemal.“
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Knapp, prägnant, kühl und düster sammeln sich hier Geschichten zu Beziehungen aller Art – vor allem der zu sich selbst. Ekaterina Heiders Kurzgeschichtenband erschien 2013 in der edition exil.

„Nicht Immigration, nicht äußerliches Fremdsein aufgrund von Nationalität, Sprache oder Hautfarbe ist Thema, sondern inneres Fremdsein: Fremdsein von jungen Menschen in der Gesellschaft, in der großen Stadt Wien, in einer Welt, die Normen diktiert. Aus ebendiesen Normen brechen die Erzähler aus. Sie stehen auf der anderen Seite, jenseits von Regeln und „Normalität“. Die Szenen und Bilder sind eindringlich, manchmal nahezu überzeichnet und düster. Und ab und zu blitzt ein Stück schwarzer Humor auf.“
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Das partizipatorische und kollektive Kunst- und Schreibprojekt wurde von Johanna Müller initiert und 2013 beim Verlagshaus Hernals herausgegeben.

„Ziel des Projekts ist das Verbinden von Ottakringern (Immigranten, Ottakringer Urgesteine, Jung und Alt, Hundebesitzer und Professoren), die zwar alle im selben Bezirk leben aber nicht miteinander in Kontakt getreten wären. Aus diesen vielen verschiedenen Perspektiven entsteht ein vielfältiges, sonst nicht einsehbares Bild von Ottakring (seinen Fantasien, Wünschen, geheimen Plätzen).“
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JENNY ist neu.
JENNY ist junge Literatur.
JENNY liebt Prosa, Lyrik, Drama, Poetik und Essay.
JENNY gibt Interviews und geht gern angeln.
JENNY ist geräumig und beherbergt Gäste.
JENNY mag Bilder.
JENNY liebt Text.
JENNY is made in Vienna.

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