Publikationsliste

Für immer die Alpen

Benjamin Quaderer (Luchterhand, 2020)

Staatsfeind Nummer 1 zu sein ist nicht leicht. Das gilt auch dann, wenn dieser Staat einer der kleinsten der Erde ist: das Fürstentum Liechtenstein. Johann Kaiser, Sohn eines Fotografen, Weltenbummler, Meister der Manipulation, lebt unter falschem Namen an einem unbekannten Ort. Mit dem Verkauf gestohlener Kundendaten einer großen Bank hat er so gut verdient, dass es sich unbesorgt leben ließe – wären da nicht die Verleumdungen aus seiner Heimat, die aus ihm einen Verräter machen wollen. Im Versuch, die Deutungshoheit über sein Leben zurückzuerlangen, greift Johann zu Stift und Papier.

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Paris im Titel

Bastian Schneider (Sonderzahl, 2020)

Es sind die kleinen Begebenheiten des Alltags, die normalerweise unterhalb unserer Aufmerksamkeitsschwelle verbleiben: Ihnen gibt Bastian Schneider für einen kurzen Moment die Möglichkeit, Teil einer kleinen Geschichte zu werden – einem »Geschichtchen«, sozusagen.

Ortsnamen treten auf und werden zu leibhaftigen Protagonisten, Objekte werden Akteure, profane Abläufe erweisen sich als bedeutungsgeladene Ereignisse. Überhaupt sind scheinbar einfache Beobachtungen voller Bedeutsamkeit, wenn man sich erst die Mühe gemacht hat, ihnen zu ihrem Geschichtchen zu verhelfen. Folgt man Schneider bei diesem Unterfangen, erweist sich der Schrank im Arbeitszimmer unversehens als das, was er still und heimlich immer schon war: ein wahres Gebirgsmassiv, in dem man – nicht nur gedanklich – am ›Col de Cabinet‹ verloren gehen kann.

Doch diese leichtfüßigen Geschichten berichten nicht nur von bisher Ungesehenem. Sie erproben auf spielerische Art, wie wir unserer Umgebung Sinn verleihen, um diesen dann in den Dingen und Menschen, die uns umgeben, wiederzufinden. Indem vorgezeigt wird, wie sich diese kleinen Narrative zu unserer Welt zusammensetzen, können wir uns gewissermaßen selbst begegnen. Liest man die Texte dieses  Buches als einen Katalog der Möglichkeiten, wie überhaupt erzählt werden kann, dann ahnt man, dass Philosophie manchmal auch unbeschwert, ja sogar höchst unterhaltsam sein kann.

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Wer wir wären

Norbert Kröll (Edition Atelier, 2020)

Der Student Albert ist fasziniert, als er den etwas verschrobenen Künstler Klaus kennenlernt. Zwischen den beiden entwickelt sich rasch eine tiefe Freundschaft – bis sich Klaus zu verändern beginnt. Er sendet seltsame Signale aus, fühlt sich von ominösen Menschen verfolgt und isoliert sich zusehends. Albert erkennt die Symptome der beginnenden Schizophrenie erst spät und kann nicht damit umgehen. Er zieht sich zurück und stürzt sich in die Beziehung mit Elisabeth. Doch der Gedanke, dass er seinen besten Freund im Stich gelassen hat, lässt sich einfach nicht abschütteln, und Albert erkennt, dass er eine Entscheidung treffen muss.

Norbert Krölls tiefsinniger Roman ist eine poetische Sinnsuche mit Umwegen, wie sie nur das Leben vorgibt.

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Approximanten

Saskia Warzecha (Matthes & Seitz Berlin, 2020)

Wie in Kontakt mit der Welt treten, wenn die üblichen Mittel sich als unzureichend herausstellen? Eine der Fragen, denen Saskia Warzecha in ihrem lange erwarteten Lyrikdebüt nachgeht.

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Das flüssige Land

Raphaela Edelbauer (Klett-Cotta, 2019)

»Unheimlich, spannend, aberwitzig und kaum zu fassen – einfach fantastische Literatur«
Jurybegründung Deutscher Buchpreis (Shortlist)

Ein Ort, der nicht gefunden werden will. Eine österreichische Gräfin, die über die Erinnerungen einer ganzen Gemeinde regiert. Ein Loch im Erdreich, das die Bewohner in die Tiefe zu reißen droht. In ihrem schwindelerregenden Debütroman geht Raphaela Edelbauer der verdrängten Geschichte auf den Grund.

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Andere Sorgen

Katharina Pressl (Residenz Verlag, 2019)

Katharina Pressls Debütroman ist eine Aufforderung zum Protest gegen den Alltag: ironisch, absurd und ganz schön gefährlich.

Was tun, wenn das ganz normale Leben zur Zumutung wird? Wenn die Mutter ins Heim muss und das Familienhaus ausgeräumt und neu vermietet werden soll? Wenn alle erwarten, dass sich die Erzählerin endlich einen vernünftigen Job sucht und eine Familie gründet? Gegen die Melancholie des Normalen hilft nur Widerstand. Am besten dort, wo ihn keiner erwartet: Im Altersheim wird ein Streik angezettelt; Jola tritt in ihrem Glitzerkleid auf und schwingt Brandreden; die lokale Clique der „Hauswilderei“ bringt das beschauliche Leben im Ort gründlich durcheinander, aus einem Kidnapping wird zur Freude der Heimbewohner ein Kurzurlaub am Meer. Und dann taucht plötzlich Malina auf, die zu fast allem bereit ist und manchmal zu weit geht.

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Ab hier nur Schriften
(Mitlesebuch 146)

Timo Brandt (Aphaia, 2019)

Timo Brandt legt hier seinen zweiten Gedichtband vor.

Was nach der Lektüre dieser Gedichte bleibt, ist der Eindruck eines Lyrikers mit einer unbändigen Lust am Spiel, einer meisterhaften Beherrschung vieler Formen und geringer Angst vor gelegentlichem Pathos, das viele Gegenwartslyriker meiden wie der Veganer den Rostbraten. Die ansonsten so vorherrschende ironische Distanz der modernen Lyrik wird hier selten an den Tag gelegt und wenn doch, dann nicht als coole Pose.
Hier wirft sich Jemand in den trüben Pool der Poesie und krault munter und mit Lust darin herum, lässt sich tragen, hin- und herwerfen, ohne dabei Schwimmflügel zu tragen. Anders gesagt: Timo Brandt riskiert eine Menge und gewinnt dabei häufig. Er vermag poetische Pyrotechnik abzubrennen und beherrscht die ganz große und so schwere Einfachheit.
(Aus dem Nachwort von Matthias Engels)

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Nicht wie ihr

Tonio Schachinger (Kremayr-Scheriau, 2019)

„Als Ivo jung war, gab es nur einen Ort: ihn selbst. Alles andere, der Fußball, Brügge, London, Hamburg, die Clubs, Autos und Restaurants, waren nur Kulissen, die hinter ihm vorbeigetragen wurden, aber er war der Mittelpunkt, die Sonne, um die sich alles dreht.“

Nominiert für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019
Gewinner des Förderpreises zum Bremer Literaturpreis 2020

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In den kommenden Nächten

Irmgard Fuchs (Kremayr-Scheriau, 2019)

Irmgard Fuchs entwickelt in poetischen, märchenhaften Passagen eine Geschichte über Lebensentscheidungen. Sie lässt Momentaufnahmen der Vergangenheit aufleuchten – Dienstag vor 1 Woche, Dienstag vor 30 Jahren – und zeigt jene Stationen ihrer Figur, an denen das Leben eine ganz andere Richtung hätte nehmen können. Ein dichter Debütroman von beklemmender Schönheit!

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Startrampen

John Sauter (fabriktransit, 2019)

John Sauters erster Gedichtband umfasst rund 80 Gedichte aus den letzten zwei Jahren, in denen er sich in 6 Kapiteln mit dem Thema Stadt beschäftigt.

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wir gehen

Sandra Hubinger (Edition Keiper, 2019)

Mit ihrem Gedichtband wir gehen gewinnt Sandra Hubinger dem Natur- und Landschaftsgedicht neue, von einem unverwechselbaren Personalstil getragene Qualitäten ab, mit denen sie dieses Genre zeitgenössisch interpretiert und fortentwickelt. Ihre detailreichen Schilderungen der Umgebung beruhen auf genauer und geduldiger, fast wissenschaftlich beharrlicher und gleichzeitig emotional durchlässiger Beobachtung. Dabei steht die vorurteilsfreie Sinneswahrnehmung gleichrangig neben dem auswählenden Zugriff und der behutsamen Interpretation des Wahrgenommenen; weder bleibt die Natur eine distanzierte Fremde, noch verflacht sie zur Folie menschlicher Befindlichkeiten.

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Ruhepuls, Rom

Frieda Paris (Hörspiel, Deutschlandfunk 2018)

„Verhaftet in deiner Vorstellung“ war der letzte Satz, ehe er ihr Gesicht aus seinen Händen fallen ließ. Sie, auf dem Hügel, versucht zu verstehen, was da gerade passiert ist, „dass soeben wieder einmal wer gegangen war, ohne sich umzudrehen.“ Mit Padre Squirrel, genannt P.S. auf der Aussichtsplattform, schaut sie durch den Sucher. Sie hätte die Doktorarbeit der Mutter über die Täter-Opfer-Beziehung bei Tötung durch Strangulation nicht einpacken sollen.

P.S. rät: „Die Zeit der Apostrophe ist vorbei. Aufwachen, durchschütteln.“

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Spliss: Gedichte

Christiane Heidrich (kookbooks, 2018)

Spliss versammelt Gedichte aus dem Zeitraum 2015–2018, in deren Hintergrund Fragen nach dem Körper, dem Sprechen und der Positionierung in uneindeutigen und beweglichen Räumen stehen. Wie kann ich Position beziehen, ohne den Raum und die Körper darin abzuschließen? Wann verschwinden die Sprechenden und das Gesprochene in den Gegenständen und Settings, die sie umgeben? Wo verkeilen sich Landschaft und Subjekt? Haben Körperteile, Objekte und Sätze etwas Gemeinsames darin, dass ihre Materialität unklar und ihre Anwesenheit vermittelt ist? Wohin zieht eine Geste, bevor sie in eine Aussage bricht? Welche Beweglichkeit ersehne und verteidige ich, wenn Beweglichkeit das ist, was eingefordert wird? Verweigere oder zeige ich mich? Sind zugewiesene auch zur Verfügung stehende Bedeutungen, was mache ich damit? Was durchkreuzt der sprechende, sich wegdrehende Körper, wem schließt er sich an? Hat er Geliebte, Verbündete? Kennt er Namen und Zahlen?

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Als die Kirche den Fluss überquerte

Didi Drobna (Piper, 2018)

Daniels Welt gerät aus den Fugen. Am letzten Urlaubstag beschließen seine Eltern völlig überraschend, sich zu trennen. Daniel erklärt den Vater zum Schuldigen und stürzt sich mit aberwitzigem Eifer in die Überkompensation: Er verliebt sich in seine Schwester Laura, will für sie der einzige Mann sein, will Künstler werden wie seine schräge Großcousine Miriam und Lebemann wie sein Onkel Billy. Und scheitert dabei kolossal. Beinahe entgeht ihm, dass auch seine Mutter unter der Situation leidet. Ihre schlummernde Parkinson-Demenz macht sich bemerkbar. Und während sie immer schwächer und vergesslicher wird, sortiert sich die Familie um sie herum neu. Tragikomisch erzählt dieser Entwicklungsroman von großen Verlusten und ebenso großen Chancen.

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Böhmen ist der Ozean

Rhea Krčmářová (Kremayr & Scheriau, 2018)

Das Wasser schlängelt sich um die Orte Böhmens, als wären es Inseln. Mal tritt es über die Ufer, mal verschluckt es Land und Leute, eine Verbindungslinie, die hinter den Eisernen Vorhang führt, oder kuriose Urgewalt, die Leben und Tod bringt. Und es birgt Rusalkas, Wassermänner und Frühlingsgöttinnen, die Zeugen einer anderen Zeit sind, Vergangenes ans Tageslicht holen oder für immer in den Tiefen des Ozeans verschwinden lassen.

Rhea Krčmářová erzählt in ihren Geschichten von den Spuren, die der Kommunismus hinterlassen hat. Emigration und Sprachverlust machen die Figuren zu Suchenden: nach der eigenen Herkunft, nach einem kleinen Stück Heimat. Dabei schafft sie eine Sprache, die wie das Wasser in ihren Geschichten als verbindendes Element durch die Geschichten fließt – von bezaubernder Musikalität und Vielstimmigkeit.

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Die Schrift, die Mitte, der Trost. Stadtstücke

Bastian Schneider (Sonderzahl, 2018)

Mit feiner Ironie lauscht Bastian Schneider den ephemeren Momenten des städtischen Alltags ihre so gar nicht kurzlebige Poesie ab. Unter seinem Blick erweisen sich gerade die Unscheinbarkeiten als unerschöpflicher Steinbruch für dichterische Einsichten. Die Kurztexte ergeben dabei eine besondere Route durch europäische Metropolen wie Istanbul, Köln, Marseille, Paris oder Wien, indem sie diese zu verschiedensten »Stücken« verdichten: Frühstücke, Randstücke, Spazierstücke, Singstücke (u.v.w.m.) laden dazu ein, die teils abgründige Schrift urbaner Oberflächen sehen und lesen zu lernen.

Ist man einmal mit einem dahingehend geschärften Sensorium ausgestattet, kann man sich der intimen Verbindung von Worten und Begebenheiten nicht mehr entziehen: Die kleinsten Details erweisen sich als Ausdruck und Kommentar zu den großen Fragen, die Bezeichnungen der Dinge graben sich tief in die eigenen Beobachtungen ein und rufen bisher stumm gebliebene Korrespondenzen auf den Plan. Auf subtile Weise bilden die »Stadtstücke« so nicht nur hellsichtige Fragmente, sondern eine kleine Schule des Sehens und Sagens: Die Wirklichkeit ist nicht einfach der Fall, sondern entspinnt sich erst im kunstvollen Wechselspiel von Worten und Geschehen – stückweise.

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ich sehe die einsamkeit vor mir und sie ist leicht

Ianina Ilitcheva, hg. von Rick Reuther (hochroth München, 2018)

ich sehe die einsamkeit vor mir und sie ist leicht ist nach “@blutundkaffee“ (Frohmann Verlag 2017) die zweite Veröffentlichung aus dem Nachlass der 2016 verstorbenen Künstlerin und Schriftstellerin Ianina Ilitcheva. Der Band, den Rick Reuther herausgegeben hat, versammelt eine Auswahl an Blogeinträgen, Tweets sowie Gedicht- und Kurzprosaveröffentlichungen. Sie thematisieren Körpererfahrung, Liebe und Sex, Freiheit und Tod in einer Sprache, die ihre Schönheit daraus entwickelt, gleichzeitig direkt, ganz frei und gewaltlos zu sein.


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Im Blick

Marie Luise Lehner (Kremayr & Scheriau, 2018)

Zwei Mädchen werden gemeinsam erwachsen. Schon früh lernen sie sich zu schminken, ziehen Stöckelschuhe an und vergleichen ihre Brüste. Sie masturbieren und sprechen über ihre Erfahrungen. Sie sind jung und rebellisch, entdecken Alkohol und Drogen, gehen mit fremden Männern nach Hause, feiern Partys und haben Sex. Je älter sie werden, desto eindeutiger werden die Blicke und Berührungen auf der Straße. Doch die jungen Frauen wollen sich nicht einschränken lassen, unternehmen Reisen in ferne Länder und erfahren am eigenen Körper, dass Freiheit nicht für beide Geschlechter das Gleiche bedeutet.

Anhand einer Frauenfreundschaft und einer Liebesbeziehung erzählt Marie Luise Lehner vom Schauen und vom Angeschautwerden, von Rollen, in die Frauen gedrängt werden, und von alltäglicher sexueller Gewalt. Minutiös zeichnet sie die Momente nach, in denen Frauen in unangenehme, oft gefährliche Situationen geraten, und lässt Wut in ihren Figuren aufkeimen. Eine Wut, die groß genug ist, um gegen Sexismus zu kämpfen.

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MAU OEH D

Cornelia Hülmbauer (SuKuLTuR, 2018)

was das mensch vom menschen trennt
was das mädl von dem man
löcher die zu stopfen sind
lache der der kann

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Sanfter Asphalt

Norbert Kröll (Löcker Verlag, 2018)

Ein wunderbares Buch über Wien, brillant geschrieben.

Ein junger Mann geht durch die Gassen der Stadt, stets auf der Suche nach dem, was sie zusammenhält und in die Brüche gehen lässt. Recht schnell sind die Verantwortlichen gefunden: die Bewohnerinnen und Bewohner Wiens, ihre Abgründe und Besonderheiten, ihr Grant und ihr Charme. Und dann gibt es noch diese Frau namens Edith. Was muss der namenlose Protagonist tun, damit das Durchqueren dieses Labyrinths am Ende des Tages einen Sinn ergibt? Sich verlieben?
Der Flaneur beobachtet sich selbst, seine Handlungen, Gedanken und Gefühle; er geht auf die verbalen Ausbrüche der Menschen ein oder bleibt stumm, um sie sprechen zu lassen. Während seines Streifzugs prasselt ein Kaleidoskop an skurrilen Erlebnissen auf ihn nieder: Ohne Rücksicht wird hier ausgeteilt, belauscht, festgehalten. Mit Witz und Ironie mischt er sich dabei ins Leben Unbekannter ein, immerzu über das Dasein und seine Ausformungen staunend … Am Abend schließlich ist die Stadt eine andere. Und er mit ihr, denn um ein Teil von ihr zu sein, muss er sich öffnen.

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Als ob man sich auf hoher See befände

Yara Lee (Residenz Verlag, 2018)

Sprachkunstabsolventin Afamia Al-Dayaa veröffentlicht unter ihrem Pseudonym Yara Lee ihr Debüt beim Residenz Verlag.

Marla und James sind jung, sie verlieben, verlieren und begegnen sich wieder. Ihr Glück scheint keine Grenzen zu kennen, bis James Marla auf seine meeresbiologische Forschungsreise nach Mexiko mitnimmt. Dort werden sie in eine böse Intrige verwickelt – und straucheln unter der Last der Missverständnisse und Feindseligkeiten. Auch Ulysses ist das Kind einer längst vergangenen Liebe, vor allem aber ist er Marlas Vater, der sie als Kind verlassen hat und der in einer melancholischen Stimmung beschließt zu sterben. Zunächst aber gilt es, den geeigneten Ort dafür zu finden – oder soll er doch eher die verlorene Tochter suchen? Yara Lees Debüt erzählt spielerisch leicht von Liebe und Verlust und davon, dass Suchen und Finden nicht immer etwas miteinander zu tun haben.

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Entdecker

Raphaela Edelbauer (Klever, 2017)
Illustrationen von Simon Gortitschnig

„Entdecker“ ist eine tollkühne Poetik aus der Synthese von Sprache und Naturwissenschaft. Jeder der sechs Teile – „Mikroorganismen“ (Bestiarium), „Minerale“, „Geologie“ (Kartografie), „Gravitation“, „Aggregatzustände“, „Zeit“ – verfolgt einen anderen Ansatz und doch sind alle untereinander organisch verbunden.

Raphaela Edelbauer versucht mit ihrem Prosadebut nichts Geringeres, als unserer Naturgeschichte der Neu­zeit, mitsamt ihrer Systematik, Kombinatorik und Logik, ihrer eigene, poetische Logik entgegenzusetzen und mit den Mitteln der Sprache auszu­hebeln.

Eine phantastische Bild-Text-Expedition durch die Wirrnisse der Erdgeschichten: Mit zahlreichen Illus­trationen von Simon Goritschnig.


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Enterhilfen fürs Unviersum

Timo Brandt (edition offenes feld, 2017)

Timo Brandts Debüt Gedichteband „Enterhilfen fürs Universum“ ist 2017 bei edition offenes Feld erschienen und als E-Book und in Print erhältlich.

„“Enterhilfe fürs Universum“ ist Timo Brandts Debutband, ein ebenso sinnliches wie sprachlich präzises Sonarium der Welt. Dabei kommt der literarischen Anverwandlung eine nicht unbedeutende Rolle zu; Ted Hughes und Sylvia Plath, Anna Achmatowa, Lars Gustafsson und Blaise Cendrars, James Joyce und Anne Sexton sprechen und werden angesprochen – Literatur ist ein Phänomen, das sich nicht von den Wäldern, vom Meer oder einer Wäschespinne unterscheidet. Timo Brandts Sprache ist modulationsfähig, bedient sich mal anschaulicher Bilder, wenn sie deskriptiv ist, mal kühner Wortfügungen, wenn sie auf Erkundung in Gedankenräumen geht, bleibt jedoch immer dringlich, stellt sich verschiedene Fragen, die zum Leser herüberschwappen, singt, grübelt und bezieht Position. Hier ist eine neue Stimme zu entdecken, die Tradition und Moderne auf sanfte Weise vermischt und auch dort nicht den Boden unter den Füßen verliert, wo sie zum Sprung von der Kante des Universums ansetzt.“

„Denn bei näherem Hinsehen zeigt es sich, dass Brandt eben nicht eine manierierte Form erfindet, um sie dann mit irgendeinem Inhalt zu füllen; vielmehr entsteht diese Form vor den Augen des erfreut staunenden Lesers aus der Bewegung des Gedichts oder vielmehr dem Prozess des Dichtens selbst.“

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Fliegenpilze aus Kork

Marie Luise Lehner (Kremayr & Scheriau, 2017)

„In knappen und dichten Episoden erzählt Marie Luise Lehner die ersten zwanzig Jahre aus dem Leben einer Frau. Es sind Blitzlichter einer Erinnerung – mal schillernd, mal in Scherben liegend – die aber stets von einer kindlichen Leichtigkeit getragen werden.“

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Reibungsverluste

Mascha Dabić (edition atelier, 2017)

Eine Dolmetscherin erzählt. Nach zweieinhalb Jahren in Russland ist Nora wieder zurückgekehrt. In ihrem Job als Dolmetscherin ist sie Sprachrohr für traumatisierte Flüchtlinge, ebenso wie für die Psychotherapeuten. Es fällt ihr zunehmend schwer, sich von den Leidensberichten der Flüchtlinge zu distanzieren und die verallgemeinernde Haltung von Politik und Gesellschaft zu akzeptieren. Daneben versucht Nora, ihr eigenes chaotisches Leben auf die Reihe zu kriegen.

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Hundert schwarze Nähmaschinen

Elias Hirschl (Jung und Jung, 2017)

Den Zivi nennen alle nur den Zivi, die sogenannten Betreuer in der Wohngemeinschaft für psychisch Kranke, wo er seinen Zivildienst ableisten soll, nicht anders als die sogenannten Klienten. Die Schule hat er hinter sich, vorbereitet hat sie ihn aber nicht auf das, was ihn erwartet. Dass es verrückt zugeht, okay. Aber dass es ihm zunehmend schwer fällt zu erkennen, warum die Betreuer Betreuer und keine Klienten sind, macht ihm zu schaffen. Zumal er bald selbst nicht mehr weiß, wohin er gehört, so sehr läuft in seinem Leben plötzlich alles aus dem Ruder. Nicht zuletzt seine Beziehung zu seiner Freundin, der »anderen Streitpartei«: Er könnte sie umbringen (in seinen Träumen tut er es). Und nur weil er der Zivi ist, heißt das nicht, dass er sein Leben nicht genau wie alle anderen in einer psychiatrischen Einrichtung verbringt.

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@blutundkaffee (2012–2016)

Ianina Ilitcheva, hg. von Christiane Frohmann und Rick Reuther (Frohmann Verlag, 2017)

Ianina Ilitcheva (* 4. 12. 1983 in Angren, Usbekistan, † 20. 12. 2016 in Wien, Österreich) aka Annemarie Kuckuck aka @blutundkaffee war Autorin und bildende Künstlerin.
In den letzten vier Jahren ihres Lebens schrieb sie auf Twitter fast 40.000 Kürzesttexte. Diese gehören zu den schönsten in deutscher Sprache. Das Buch @blutundkaffee versammelt eine Auswahl dieser kleinen Formen, um neuen Lesenden die ganz und gar außergewöhnliche Welt von Ianina Ilitcheva zu eröffnen.

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Irgendwo, jemand

Bastian Schneider (Parasitenpresse, 2017)

Aus zwei Zyklen besteht Irgendwo, jemand, der erste Lyrik-Einzeltitel von Bastian Schneider. Die Gedichte nähern sich dem großen Thema dieser Tage, Wochen, Jahre – Flucht und Migration, und wie wir uns hier dazu verhalten, wie wir darüber reden und was wir tun, oder eben nicht. Die Texte sind der Versuch, eine Sprache zu finden angesichts einer globalen Herausforderung, der man bisher nur unzureichend gerecht geworden ist.

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Havel, Hunde, Katzen, Tulpen

Garz Erzählt
herausgegeben von Esther Dischereit (Mitteldeutscher Verlag, 2016)

Mit Texten von Luca Manuel Kieser, Naa Teki Lebar, Marie Luise Lehner, Katharina Menschick, Nastasja Penzar, Felicia Schätzer, Patrick Wolf, Gabriel Czaplicka und Esther Dischereit

Junge Autorinnen und Autoren der Sprachkunst porträtieren das Dorf Garz nordwestlich von Berlin, seine 145 Einwohnerinnen und Einwohner, die Fische in der Kühltruhe, Träume, Wünsche, Nachkrieg und DDR. Diese Sammlung an unterschiedlichen Momentaufnahmen ist im Dezember 2016 beim Mitteldeutschen Verlag erschienen.

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aufSÄTZE!

Ferdinand Schmatz (De Gruyter, 2016)

Essays zur Poetik, Literartur und Kunst

Alles, auch der Essay, ist Versuch, Versuchung, Verführung.

Das gilt auch für die Schreibweise des Autors Ferdinand Schmatz, der eigenwillige Positionen in Dichtung und Kunst aufspürt und diesen nahe zu kommen versucht.

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Der Blick des Anderen

DRINNEN / DRAUSSEN / HEYMAT
GEFLÜCHTET _ ZUGEREIST_ EINGEWANDERT
Sonderdruck Zeitung 4/2016

Im Zeitungsformat versammeln sich Beiträge von Studierenden und Lehrenden der Sprachkunst zur Thematik DRINNEN/DRAUSSEN/HEYMAT. Die Zeitung ist am Sprachkunstinstitut erhältlich.

Die Einnahmen werden für Fahrtickets für geflüchtete Menschen verwendet.

Die Zeitung erschien anlässlich des gleichnahmigen Festivals im März 2016 in Kooperation mit dem jungen Salon und dem brick5.














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Vom Winterschlaf der Zugvögel

Bastian Schneider (Sonderzahl, 2016)

Mehrere kurze Erzählungen ergeben einen Band mosaikhafter Wahrnehmungen des Alltags, über Vögel und Träume.

„Während im letzten Halbjahr vor allem steirische Schriftsteller kiloschwere, ausgreifende Großromane vorlegten, deren präpotentes Auftrumpfen griffig ins Leere ging, kommt Bastian Schneider leise daher, ganz leise. Zurückgenommen. Und ist dabei von einer einnehmenden Einfachheit und von einer grazilen, diskreten Vornehmheit. Denn er schaut. Er beobachtet einfach. Was eben so schwierig ist.“

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Kaum Gewicht und Rückenwind

Sandra Hubinger (Edition Art & Science, 2016)

Innere und äußere Vorgänge und Zustände werden in den Gedichten beobachtend beschrieben. Situationen und Stimmungen werden mit unterschiedlichen sprachlichen Mitteln (poetische Verfremdungen, kleine Bedeutungsverschiebungen) skizziert.
Es entstehen Momentaufnahmen, die szenisch aufgebaut sind und so in vielen Fällen einer Filmsequenz ähneln, oder stilllebenartig arrangierte Einzelheiten, die eine bestimmte Atmosphäre vermitteln, oft über die aufgezeichneten Sinneseindrücke, die Wahrnehmung über das Hören, Sehen und Ähnliches. Es geht um Feinheiten, um Irritationen und um Brüche und dabei geht es immer um ein Ausloten der Möglichkeiten von Sprache und Bildern.
In vielen Gedichten steht ein lyrisches Ich einem Ansprechpartner gegenüber. Das lyrische Ich setzt sich in Bezug zu seinem Gegenüber, sucht den Kontakt, sucht die Verortung des Eigenen und Anderen und richtet seine Aufmerksamkeit auf dieses Gegenüber, ein Du.

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183 Tage

Ianina Ilitcheva (Kremayr & Scheriau, 2015)

183 Tage dokumentiert den Versuch absoluter Einsamkeit. Notizen, Bilder und Selbstportrait ergeben Ianina Ilitchevas Debüt, das 2015 bei Kremayr & Scheriau erschienen ist.

„Den Verlauf dieses Selbstversuchs hat Ilitcheva in ihrem außerordentlichen – und außerordentlich schön gestalteten – Buch 183 Tage festgehalten. Entsprechend ihrem Drang, sich in unterschiedlichen Medien auszudrücken, enthält 183 Tage nicht nur konventionellen gedruckten Text, sondern Faksimiles handschriftlicher Notizen auf Zetteln im Post-it-Format, von Zeichnungen mit Bleistift, Kugelschreiber und Tusche oder mit einer speziellen App aufgenommene Selfies, die die Autorin immer an ein und derselben Location, einem Garten im 22. Wiener Gemeindebezirk zeigen.
[…] Für die Leserinnen und Leser ist es eine Einladung, am Erleben einer eigenwilligen und hochsensiblen Künstlerin teilzuhaben. Und für die neue literarische Reihe des Verlags Kremayr und Scheriau ist 183 Tage ein gelungenes Debüt, das gespannt macht auf die Bücher und Dinge, die da noch kommen werden.“

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Ich möchte, dass es mich etwas angeht

Mit Texten von Saskia Warzecha, Rick Reuther, Anna Barbara Stiegler, Maria Oberrauch, Malte Abraham, Isabel Walter, Gunda Kinzl, Kadja Hack, Cherry Hu, Bastian Schneider und Esther Dischereit (DeGruyter, 2015)

Die Suche nach Erinnerungen.

Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag haben sich Studierende der Sprachkunst als Teil der vierten Generation mit Erinnerung auseinandergesetzt, danach gesucht, sie gefunden, etwas gesagt. Herausgegeben von Esther Dischereit und Ferdinand Schmatz und 2015 bei DeGruyter erschienen.

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Wir zerschneiden die Schwerkraft

Irmgard Fuchs (Kremayr & Scheriau, 2015)

Erzählungen über den Zweifel an der Welt, an sich selbst, an allem. Groteskes und das, was als normal erachtet wird, sind nicht mehr auseinanderzuhalten. Irmgard Fuchs Werk erschien 2015 bei Kremayr & Scheriau.

„Auch in den konventioneller erzählten Texten geht es bei Irmgard Fuchs meist um Menschen, die darunter leiden, zu viel Tagesfreizeit zu haben und sich ziellos durch die Stadt treiben lassen – oder aber ihre Zimmer kaum noch verlassen. Das Leben ist eine Zumutung? Da hilft nur noch, dem Geschehen groteske Züge zu verleihen.“

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Astronauten

Sandra Gugić (C.H. Beck, 2015)

Die Geschichten von Begegnungen eines Sommer, mit sich selbst, mit anderen. Die Verstrickungen und Lügen, die Wärme und Nähe. Sandra Gugics Debütroman erschien 2015 bei C.H. Beck.

„Die „Astronauten“ von Sandra Gugić sind immer unterwegs. Auf der Flucht vor der Realität greifen sie nach den Sternen – und landen meist auf der Fresse. Die in Berlin lebende Wienerin, Jg. 1976, hat einen Großstadtroman geschrieben, der sich um ein Ensemble denkwürdiger Figuren dreht.“

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Hell dunkel blau – Über das Sterben von Kindern

mit Texten von Cherry Hu, Frank Ruf, Lena Ures,
Jakob Kraner, Dominik Ivancic, Iris Gassenbauer,
Afamia Al-Dayaa (Labor, 2015)

Das Buch ist eine „literarische Auseinandersetzungen mit einem gerne gemiedenen Thema und erlauben damit auch dem Sterben von Kindern, Teil des öffentlichen Diskurses zu werden“ und 2015 beim Labor Verlag erschienen.










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Amore + Bussi

WANDA (Marco Fitzhum)
(Problembär Records, 2014)
(Vertigo Records Universal, 2015)

Popmusikt mit Amore.
Mehr hier.






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Venus in echt

Rhea Krčmářová (edition a, 2014)

Der Roman um die Plus-Size-Liebe, ihren Ruf, ihre Tücken und gegen die Unterdrückungen des Schlankheitskults und einer normschönen Welt erschien 2014 bei edition a.

„Zu dick, um geliebt zu werden? Romy Morgenstern verliert vor lauter Selbstzweifel den Mann ihrer Träume ausgerechnet an eine Frau, die noch dicker ist als sie. Als die Gamedesignerin feststellt, dass dick einer der häufigsten Internet-Suchbegriffe in Sachen Sex ist und Plus-Size-Dating im Trend liegt, beschließt sie, die Welt der Liebe jenseits des Schlankheitskults zu erforschen.“

„Der Roman ist nicht nur inhaltlich gelungen, sondern auch stilistisch, denn Rhea Krčmářová verwendet, passend zum Beruf ihrer Heldin, eine Fülle von Vergleichen und Metaphern aus der Welt der Fantasy-Computerspiele und Fantasy-Literatur. Man muss zum Glück kein Experte auf diesen Gebieten sein, um die Vergleiche zu verstehen, und zumindest die auf Tolkiens „Herr der Ringe“ basierenden versteht man auch als Nicht-Nerd zur Gänze. […] Das ist ein „expliziter“ Roman, der nicht für kleine Kinder geschrieben ist. Aber er ist keine Pornographie, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Problem, das sogenannte „Plus-Size-Frauen“ in unserer Gesellschaft mit ihrem Körper haben (können).“

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zwischen schaumstoff

Didi Drobna (edition exil, 2014)

„Didi Drobnas mit Spannung erwarteter Debutroman erzählt die Geschichte von zwei Schwestern auf einer abenteuerlichen Reise. Sie folgen der Spur eines Mannes und müssen dabei sich selbst finden. Geschichten von Rollstuhl-fahrenden Seemännern, Großmüttern mit weißen Zauberhaaren und charmanten Irren aus der Nervenheilanstalt.“

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wellness. sonette.

Konrad Prissnitz (Sonderzahl, 2014)

Konrad Prissnitzs Gedichtband, bestehend aus Sonetten und Sonetteformen, erschien 2014 beim Verlag Sonderzahl.

„Hier versteht es einer, oder hat es geradezu darauf angelegt, Schwierigkeiten zu meistern und es dabei so aussehen zu lassen, als wär‘ s ein Klacks. Sofort fällt die handwerkliche Seite, das Beherrschen des Metiers beim Lesen dieser Gedichte auf. Dass Prissnitz sich aufs Sonett versteift, mag einer Reverenz an den Vater, dem Versuch der Selbstdisziplinierung oder einfach dem Spieltrieb geschuldet sein: Spaß macht das Nachvollziehen seiner Pirouetten und Lazzi allemal.“

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Meine schöne Schwester

Ekaterina Heider (edition exil, 2013)

Knapp, prägnant, kühl und düster sammeln sich hier Geschichten zu Beziehungen aller Art – vor allem der zu sich selbst. Ekaterina Heiders Kurzgeschichtenband erschien 2013 in der edition exil.

„Nicht Immigration, nicht äußerliches Fremdsein aufgrund von Nationalität, Sprache oder Hautfarbe ist Thema, sondern inneres Fremdsein: Fremdsein von jungen Menschen in der Gesellschaft, in der großen Stadt Wien, in einer Welt, die Normen diktiert. Aus ebendiesen Normen brechen die Erzähler aus. Sie stehen auf der anderen Seite, jenseits von Regeln und „Normalität“. Die Szenen und Bilder sind eindringlich, manchmal nahezu überzeichnet und düster. Und ab und zu blitzt ein Stück schwarzer Humor auf.“

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Das Ottakringding

herausgegeben von Johanna Müller (Hernals, 2013)

Das partizipatorische und kollektive Kunst- und Schreibprojekt wurde von Johanna Müller initiert und 2013 beim Verlagshaus Hernals herausgegeben.

„Ziel des Projekts ist das Verbinden von Ottakringern (Immigranten, Ottakringer Urgesteine, Jung und Alt, Hundebesitzer und Professoren), die zwar alle im selben Bezirk leben aber nicht miteinander in Kontakt getreten wären. Aus diesen vielen verschiedenen Perspektiven entsteht ein vielfältiges, sonst nicht einsehbares Bild von Ottakring (seinen Fantasien, Wünschen, geheimen Plätzen).“

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