ROUGH TRANSLATION LAB 1

Iryna Tsilyk, © Julia Weber

Grob gesagt: Krieg

Aus nächster Nähe und sehr weit weg. Auf der gleichen Seite, doch von hier sieht sie so anders aus. Nichts versteht sich mehr von selbst. Verstehst du, was ich meine?
In Kooperation mit brut Wien und Literaturhaus Wien unternimmt das Institut für Sprachkunst den Versuch, mit Literatur die Weiten zwischen Kriegsalltag und Friedensnormalität zu begreifen und an einen gemeinsamen Ort des Sprechens zu übersetzen.

Mit den ukrainischen Dichter:innen Andrij Ljubka, Iryna Tsilyk, Kateryna Kalytko und Taras Prochasko, via Zoom aus der Ukraine zugeschaltet.

Kuratiert und moderiert von Evgenia Lopata (Kulturmanagerin und Übersetzerin, künstlerische Leiterin und Geschäftsleiterin des Poesiefestivals Meridian Czernowitz)
Lesungen & Gespräche am 25.04., 02.05., 16.05., 14.06.2022, jeweils um 18.30 Uhr. Die Angewandte | Auditorium, Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien.

Iryna Tsilyk (geboren 1982 in Kiew) ist eine ukrainische Filmemacherin und Autorin mehrerer Bücher (Lyrik, Prosa, Kinderbücher). Ihre Gedichte und Kurzgeschichten wurden ins Englische, Deutsche, Französische, Polnische, Litauische, Tschechische, Schwedische, Rumänische und Katalanische übersetzt und auf verschiedenen internationalen Literaturfestivals und -veranstaltungen präsentiert, wie z. B. dem "Schamrock Festival der Dichterinnen" (Deutschland, 2018), dem "Poesiefestival Berlin" 2017, der Leipziger Buchmesse 2017, der Frankfurter Buchmesse 2016, der Vilniuser Buchmesse 2016, "Meridian Czernowitz" (Ukraine, 2015-2018), dem Internationalen Literaturfestival Vilenica (Slowenien 2008) und anderen. Als Regisseurin hat Tsilyk renommierte Kurzfilme verantwortet: »Wdosvita« (2008; Eng. »Blue Hour«, 2008), »Pomyn« (2012; Eng. »Commemoration«, 2012) und »Dim« (2016; Eng. »Home«, 2016). Für den Filmalmanach "The Invisible Battalion” (2017) über ukrainische Frauen im Krieg, hat sie zwei Dokumentarfilme beigetragen. Im Jahr 2020 hatte ihr Dokumentarfilm “The Earth Is Blue As an Orange” über Zivilisten in der roten Zone im Donbas beim “Sundance Film Festival” Premiere und gewann dort den “Directing Award: World Cinema Documentary”.

Eine Veranstaltung des Institut für Sprachkunst / Universität für angewandte Kunst Wien in Kooperation mit brut Wien und Literaturhaus Wien.