Kaum Gewicht und Rückenwind, Sandra Hubinger

Innere und äußere Vorgänge und Zustände werden in den Gedichten beobachtend beschrieben. Situationen und Stimmungen werden mit unterschiedlichen sprachlichen Mitteln (poetische Verfremdungen, kleine Bedeutungsverschiebungen) skizziert.
Es entstehen Momentaufnahmen, die szenisch aufgebaut sind und so in vielen Fällen einer Filmsequenz ähneln, oder stilllebenartig arrangierte Einzelheiten, die eine bestimmte Atmosphäre vermitteln, oft über die aufgezeichneten Sinneseindrücke, die Wahrnehmung über das Hören, Sehen und Ähnliches. Es geht um Feinheiten, um Irritationen und um Brüche und dabei geht es immer um ein Ausloten der Möglichkeiten von Sprache und Bildern.
In vielen Gedichten steht ein lyrisches Ich einem Ansprechpartner gegenüber. Das lyrische Ich setzt sich in Bezug zu seinem Gegenüber, sucht den Kontakt, sucht die Verortung des Eigenen und Anderen und richtet seine Aufmerksamkeit auf dieses Gegenüber, ein Du.