spuren in einem, Benedikt Steiner

In seinem Lyrikdebüt spuren in einem sucht Benedikt Steiner die Topografie einer menschlichen Seele zu erschließen. In schwebenden, zu allen Seiten hin offenen Textfeldern verhandelt er eine Vielzahl innerer Phänomene: existenzielle Einsamkeit und die Sehnsucht nach dem Anderen genauso wie rumorende Ahnungen und aufblitzende Erkenntnis. In den skulptural anmutenden Gedichten werden wechselnde Innen-Ansichten zu einem Gewebe verflochten und erscheinen zugleich als sprachliche Spur; es formt sich ein Stoffgebilde, stabil genug, um für sich zu bestehen, jedoch mit etlichen offenen Enden. So sind diese Texte auch Suchbewegung – sich von Wort zu Bedeutungen tastend.

»Mit seinem gelungenen Debüt hat Steiner nicht nur seinen Ton gefunden, sondern auch seine eigenständige Form. Man darf gespannt sein, welche Räume sich damit noch öffnen lassen.« (Lukas Meschik, Poesiegalerie)

»Benedikt Steiners Gedichtsammlung spuren in einem stellt sich auf innovative und kreative Weise in die Dichtungstradition Paul Celans, indem er mit Anklängen und Schriftbild arbeitet und die kognitive Seite der sprachlichen Form in den Vordergrund rückt. Damit gelangen seine Gedichte zu einem wahrhaft poetischen Denken.« (Marko Pajević, Autor von Poetisch denken. Jetzt)

»Gedichte, die als fragile geistige Fingerabdrücke sowohl ein schon Gewesensein als auch eine Gegenwärtigkeit erkennbar machen und darüber hinaus durch Fragmentieren und Verschmelzen von Innen und Außen Perspektiven einer nach vielen Seiten offenen Ich-Existenzspur einer zukünftigen Sprachgestaltungsinstanz generieren.« (Semier Insayif, Die Furche)