Wien (OTS) – Michael Köhlmeier hat in seiner Rede beim Gedenkakt des Parlaments „die Dinge beim Namen genannt“. Im Sinne einer der Demokratie würdigen Diskussionskultur schließen wir, die Unterzeichnenden, uns diesem Anliegen an.

Gesellschaftliche und politische Zustände sind ernst zu nehmen und ihnen ist mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu begegnen. Köhlmeiers Rede zeigt auf, mit welchen rhetorischen und politischen Mitteln in Österreich an der Entrechtung und Entwürdigung von Menschen gearbeitet wird.

Wir sehen es als eine Pflicht an, die Dinge beim Namen zu nennen. Diese Pflicht geht dabei mit dem Recht einher, beim Wort genommen zu werden. Daher fordern wir von allen politischen und gesellschaftlichen AkteurInnen ein Klima, in dem sich die Freiheit politischen und literarischen Sprechens und Schreibens in Gänze entfalten kann. Das schließt ein, dass Kritik ernst genommen und demgemäß medial verhandelt werden muss; Tatsachen dürfen weder verdreht, noch skandalisiert werden. Das bedeutet, dass wenn Köhlmeier uns an unsere Verantwortung gegenüber Schutzsuchenden erinnert, dies keineswegs eine Verharmlosung der „Ungeheuerlichkeit des Holocaust“ darstellt.

Wir erwarten von der Regierung, ihren KritikerInnen gerecht zu werden und sich ihnen in einem sachlichen Diskurs zu stellen. Den Vorwurf der Verharmlosung der „Ungeheuerlichkeit des Holocaust“ an Köhlmeier weisen wir ab und geben ihn an jene zurück, die sich dieses Vorwurfs bedienen, um gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen.

Nicht Michael Köhlmeiers Vergleich zwischen Grenzschließung und Grenzschließung ist der Skandal. Der Skandal ist, dass wir in einem Staat leben, in dem dieser Vergleich denkbar geworden ist.

Unterzeichnet von: Ferdinand Schmatz, Leiter des Instituts für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien und Esther Dischereit, Professorin ebenda gemeinsam mit Ana Bagradjans, Muhammet Ali Bas, Sandro Huber, Katharina Klein, Anna Maschik, Felicitas Prokopetz, Tizian Rupp, Sprachkunst-Studierende.

Unterstützung des Offenen Briefs willkommen per Mail an taskforce.sprachkunst@gmail.com

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Sprachkunst
Zulassungsprüfung 2019

  
Die Zulassungsprüfung dient der Feststellung der fachspezifischen künstlerischen Eignung für
das Studium. 

 

Folgende Fähigkeiten und Kompetenzen sind Gegenstand der Zulassungsprüfung:
– Fähigkeit zur differenzierten Wahrnehmung, zu sprachlicher Ausdrucksfähigkeit und
Originalität (in deutscher Sprache!)
– die Fähigkeit, Themen zu erkennen und in einem gestalterischen Prozess zu
entwickeln
– kommunikative Kompetenz
– Es gibt keine Altersbeschränkung. Die Matura oder eine abgeschlossene
Berufsausbildung ist für die Aufnahme nicht erforderlich.
 
Einreichung der Bewerbungsunterlagen
– auf dem Postweg ab 5. November 2018 an das Institut für Sprachkunst der
Universität für angewandte Kunst, 1030 Wien, Vordere Zollamtsstraße 3
– persönlich zwischen 3. und 5. Dezember 2018 jeweils von 10:00 bis 14:00 im
Sekretariat des Instituts für Sprachkunst, 1030 Wien, Vordere Zollamtsstraße 3
– Einlangen der Bewerbungsunterlagen an der Universität für angewandte Kunst (auch
bei postalischer Einreichung!) ausnahmslos bis spätestens 5. Dezember 2018 um
14:00 
 
Umfang der Bewerbungsunterlagen  
– eigene(r) Text(e) in freier Thematik und freier Textkategorie (in deutscher Sprache!)
abgeschlossene Texte oder Auszüge
maximal FÜNF A4-Seiten, mind. 11 Pt. Schriftgröße, eineinhalbzeiliger Abstand
– ausschließlich in gedruckter Form auf Papier, keine digitalen Datenträger!
keine Mappen o. ä.
in vierfacher Ausführung
– tabellarischer Lebenslauf in vierfacher Ausführung. Bitte ohne Foto!
– das ausgefüllte Formular „Anmeldung zur Zulassungsprüfung“ in zweifacher
Ausführung – zu finden auf der rechten Seite, im Feld „Downloads“.
 
Der zweite Teil des Aufnahmeverfahrens für einen aufgrund der Bewerbungsunterlagen
eingeschränkten Personenkreis findet vom 25. Februar bis 1. März 2019 statt. 
– Die zum zweiten Teil der Zulassungsprüfung zugelassenen BewerberInnen werden
spätestens Ende Jänner 2019 per Email verständigt. Die nicht Zugelassenen werden
nicht verständigt.
– Der zweite Teil der Zulassungsprüfung besteht aus einer mehrstündigen schriftlichen
Klausurarbeit und einem persönlichen Gespräch mit Mitgliedern der
Prüfungskommission.
Es gibt keine Rückgabe der Bewerbungsunterlagen. Die Nichtzulassung bedeutet bei der
großen Anzahl der Einreichungen und der geringen Anzahl der Studienplätze kein
grundsätzliches Qualitätsurteil. Feedback auf Texte und Begründung der Nichtzulassung ist
leider nicht möglich.

Die Sprachkunstabsolventin Raphaela Edelbauer hat für ihren Roman „Entdecker. Eine Poetik“ den Rauriser Literaturpreis 2018, dotiert mit 8.0000€, erhalten.

„Im Gegensatz zu Hofmannsthals „Chandos-Brief“ – und damit zugleich in dieser sprachphilosophischen Tradition stehend – zerfallen bei ihr die Worte nicht zu modrigen Pilzen, sondern sie erschafft umgekehrt die ganze Welt aus Sprache: Zoologie, Geologie, Geografie, Physik, Medizin und Chemie führt die Autorin in sechs Entdeckungsreisen auf den Ursprung der Sprache zurück. Sprache als der zentrale Baustein der Welt, wie es in der ‚Gebrauchsanweisung‘ zu Beginn heißt. Das mit kongenialen Zeichnungen von Simon Goritschnig bibliophil gestaltete Buch ist sowohl eine spannende naturwissenschaftliche Annäherung an die Poesie als auch umgekehrt: eine poetische Annäherung an die Naturwissenschaft.“ So die Jury in ihrer Begründung.

Die Sprachkunst gratuliert!

Wie sie die Rauriser Literaturtage sowie den Fakt, dass sie eine Gondel gewidmet bekommen hat, empfindet, kann man hier in ihrem Vlog nachfühlen.

An der Universität für angewandte Kunst Wien gelangt ab 1. Oktober 2018 eine halbbeschäftigte Stelle einer Universitätsprofessorin / eines Universitätsprofessors für das Fach Sprachkunst, befristet auf fünf Jahre zur Besetzung.

Gesucht wird eine oder ein im deutschsprachigen Literaturbetrieb anerkannte Schriftstellerin oder ein Schriftsteller, die oder der aufgrund des persönlichen literarischen Profils in der Lage ist, die Studierenden der Studienrichtung „Sprachkunst“ in einem möglichst breiten Feld an Literatursparten künstlerisch zu betreuen und durch Kooperation mit anderen Instituten der Universität für angewandte Kunst sowie mit externen Partnern dem künstlerisch-kreativen Potenzial von Sprache disziplinenübergreifend Wirksamkeit zu verleihen.

Aufgabenbereich
Enge inhaltliche und organisatorische Zusammenarbeit mit der zweiten Professur am Institut für Sprachkunst
Methodisch durchdachte und didaktisch kreative Betreuung der Studierenden im Studium Sprachkunst
Organisation der Lehre am Institut für Sprachkunst
Entwicklung und Durchführung von interdisziplinären, studienrichtungsübergreifenden Projekten innerhalb der Universität für angewandte Kunst Wien
Einbringung nationaler und internationaler Kontakte im Bereich der Sprachkunst und des nationalen und internationalen Literaturbetriebes zur Unterstützung der Studierenden beim Aufbau von Netzwerken
Organisation von öffentlichen Veranstaltungen und Publikationen zur Positionierung des Instituts für Sprachkunst als aktiver und wichtiger Teil des deutschsprachigen Literaturbetriebs
Mitwirkung an der universitären Selbstverwaltung

Qualifikationsprofil
Publikationen in anerkannten Verlagen
Fähigkeit zur künstlerischen Betreuung von Studierenden (nachgewiesen durch bereits erfolgte Lehrtätigkeit oder durch vorgelegte Lehr- und Betreuungskonzepte, die in einem öffentlichen Hearing an der Universität zu vertreten sind)
zuerkannte Literatur-Stipendien und Literatur-Preise

Die Universität strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in leitenden Positionen an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt aufgenommen.

Das verhandelbare Mindestgehalt für Professorinnen und Professoren beträgt laut Kollektivvertrag Euro 2.502,50 brutto monatlich, 14x im Jahr.

Bewerbungen sind bis 20. März 2018 um 12:00 Uhr unter Anschluss umfassender Unterlagen über Lebenslauf und die eigenen Arbeiten sowie einer kurzen Zusammenfassung der persönlichen Vorstellungen von der Tätigkeit als UniversitätsprofessorIn an den Rektor der Universität für angewandte Kunst, in elektronischer Form an rektorat@uni-ak.ac.at per e-mail zu richten.

Bewerber/innen haben keinen Anspruch auf Abgeltung von Reise- und Aufenthaltskosten.

http://www.dieangewandte.at/aktuell/stellenausschreibungen/stellenausschreibung_detail?stellenausschreibung_id=1517814863133

Im Hands-on Approach wurde eine Mini-Zeitschrift manuell aus alten Zeitschriften, Postkarten und Flyer in Kombination mit eigenen Texten hergestellt.

Hier die Anleitung dazu und los geht’s.

Das Literaturmagazin der Sprachkunst sucht neue Redakteur*innen!

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Infotermin am 15. Januar, 16.00 Uhr im Seminarraum 1!

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JENNY #5 betritt die Manage und glänzt wie nie zuvor. In gelb und blau und mehrblau. JENNY, das ist die Literaturzeitschrift und Jahresanthologie des Instituts für Sprachkunst, ein Buch voller Trends, Sprüche, Geschichten und Karambolagen, breitem Grinsen und zornigem Kalkül.

Die Release-Veranstaltung findet am 7. November um 19:00 statt.

Menü:

Begrüßung:
Gerald Bast, Rektor Universität für angewandte Kunst Wien
Ferdinand Schmatz, Leitung Institut für Sprachkunst, Angewandte

Es lesen die Beiträger*innen:
Iris Gassenbauer
Alexander Kappe
Marie Luise Lehner
Damon Taleghani
Angela Wiedermann (mit einer musikalischen Komposition von Eva Maria Müller)

Moderation: Cornelia Hülmbauer

Mehr und noch mehr.

Vom 4. bis 6. November findet im Metro Kinokultursaal das Poetry Film Festival Vienna 2017, organisiert von Sigrun Höllrigl statt. Mit 11 Fotofilmen zusammengefasst unter dem Reihentitel „Mood & Memory“ sind Studierende der Sprachkunst sowie Studierende des More-Projekts zusammen vertreten. Trotz ihrer Unterschiedlichkeiten finden sich alle Filme rundum die Themen Flucht, Alltag, Dann und Danach wieder.

Im Anschluss an das 1-stündige Screening am 6. November um 21:00, gibt es ein Publikumsgespräch mit Darsteller*innen, Autor*innen und Regisseur*innen.

Gezeigt werden:

BAG
Ahmed Hashim

DER WIND IN SCHWEDEN IST IHNEN EGAL
Namat Fekrat, Katharina Pressl, Michael Walk

NICHT GUT, NICHT GUT
Grit Lieder

ABLEGERINNEN
Sophie Steinbeck

MEGHETY
Anna-Sophie Fritz

MAHMUD
Anna-Sophie Fritz

HAFENSCHAUKELN
Lena Biertimpel

ZELLSTOFF
Regine Elbers

SACHSTAND
Lara Hampe

LE DANSE DU REGRET
Kevin Neutz/Marius Nied

THE BOWL
Esther Dischereit/Ray Kaczynski

Esther Dischereit ist Professorin an der Sprachkunst und zur Zeit an der Universität Charlottesville in Virginia tätig. Von dort aus schickt sie Briefe, in denen sie Zustände und Entwicklungen im trumpschen Amerika beschreibt. Ihre Nachrichten sind über Deutschlandfunk Kultur zu hören. Der aktuelle vierte Brief ist hier nachzuhören und zu lesen.

PS:
Seit kurzem ist Esther Dischereit auch als public figure auf facebook vertreten.

Vom 16. Bis 18. Mai hast du 3 Tage die Möglichkeit mit deinem gültigen Student*innenausweis deine Hochschüler*innenschaft zu wählen. Die Hufak setzt sich für deine Anliegen ein und vermittelt zwischen Universität und dir als Student*in.

Die ÖH Wahlen finden am

16. Mai – 8.30-16.30 Uhr

17. Mai – 9.00-17.00 Uhr

18. Mai – 8.30-16.30 Uhr

in der Rechtsabteilung, Ferstel-Trakt / EG, Oskar Kokoschka-Platz 2 statt. Mit deiner Stimme hast du die Möglichkeit aktiv am Unileben teilzuhaben.

Mehr Infos und vergangene Projekte findest du auf www.hufak.net bzw. auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com//hufakpage

Komm also mit deinem gültigen Student*innenausweis zum Wahllokal und mache von deiner Stimme gebrauch!

Freue dich am 18. Mai ab 12 Uhr im Anschluss an dein Voting auf ein leckeres veganes Essen und auf ein kleines Techno-Konzert vom Chor d´achor!

Deine Hufak

Über die Notwendigkeit, dass die Sprache sich positioniert

In diesem Sinne haben sich Autor*innen zusammengeschlossen, um gemeinsam ein vielköpfiges Wesen zu sein, das mit allen Augen den europäischen und internationalen Rechtsruck und sonstige reaktionäre Entwicklungen beobachtet. Auf ihrem Blog dokumentiert, analysiert und kommentiert das wachsende Team an Autor*innen, darunter auch Sprachkunstdozentinnen, das politisch angespannte Jetzt. Sie sind der Meinung, es gibt etwas zu sagen. Sie sind der Meinung, dass etwas gesagt gehört. Und das die Sprache sich dazu eignet. Die Sprache dürfe man nicht hergeben, weil, in ihren eigenen Worten, „die Nazis Nazis sind und der Goldmund Goldmund ist. Weil die Nazis mit goldenem Mund sprechen, manchmal auch mit schwarz-rot-goldenem. Weil die Sprache dadurch vergiftet wird. Wir arbeiten mit Sprache, die wir auffinden, die unmerklich fallen gelassen wird, die aufdringlich durch Räume hallt. Sprache, die Spuren hinterlässt. Damit die Gegenwart nicht kommentarlos vorübergeht.“

Inwiefern man sich als „Künstler*in“ oder in literarischen oder poetischen Texten politisch äußern soll, ist eine häufig gestellte Frage. Selten wird sie aktuell so eindeutig beantwortet wie von Nazis und Goldmund. Die Website bietet sich an, um sie mit dieser Frage im Hintergrund zu durchforsten und die Diskussion um Formen der Auseinandersetzung von Politik und Kunst wieder anzuzünden. Und, natürlich, um die Augen vor dem Rechtsruck weltweit und in Europa nicht zu verschließen.

Am 24. 3. findet im Literaturhaus um 20:00 eine Performance des Kollektivs statt.

Hier das Facebookevent zur Veranstaltung „Also Poesie gegen rechts oder was“

Ja, es ist mal wieder Zeit für die vier wichtigsten Buchstaben des Alphabets: J – E – DoppelN – Y!*

Für unsere Ausgabe Nr. 5 sind natürlich auch alle anderen Buchstaben gern gesehen, solange sie sich zu Texten formen: Essay, Prosa, Lyrik, Drama und alles dazwischen, inkl. Stoßgebete, Versepen, Romanfragmente, Notizen, Listen, Übertragungen, nur bitte, bitte nichts über 10 Seiten, sonst nehmen wir alle Verben raus und schicken es weiter an die Randomhouse Group.

Um das anonyme Auswahlverfahren zu erleichtern, haltet euch bei der Einsendung bitte an folgende Vorgaben:

– Dateiname = Titel des Textes/der Textsammlung
– in Text und Datei bitte nicht euren Namen nennen
– euren Namen und einen biografischen Vierzeiler bitte in einer Mail an: samira.hamdi@uni-ak.ac.at schicken, den Text als Datei anhängen

Einsendungen bis einschließlich 15. April 2017

Wir freuen uns auf eure Beiträge!
Die JENNY-Redaktion

(*Ihr wisst nicht wer JENNY ist? Dann begebt euch doch auf www.jenny-literatur.at, da könnt ihr in die aktuelle Ausgabe reinschauen, gefällt mir klicken, eine JENNY erwerben, uvm. – Für die ganz Ungeduldigen: JENNY ist eine aufwändig gestaltete Literaturzeitschrift, fungiert als Jahresanthologie des Instituts für Sprachkunst, ist aber gleichzeitig offen für alle Arten von Einsendungen.)

Das Sommersemester an der Sprachkunst hat begonnen.
Alles nimmt wieder seinen Lauf. Zuspätkommende den Lauf auf den Seminarraum zu, die Ideen ihren freien und die Handschrift ihren krakeligen Weg über das Papier. Dabei auch nicht zu ignorieren: die Lehrenden. Hier eine Liste der Lehrpersonen im aktuellen Semester.

Auch in der Rubrik Studium zu finden.

Dischereit, Esther Univ.-Prof.
Falkner, Michaela Univ.-Lekt. Dr. phil.
Fischer, Judith Univ.-Lekt. Mag.phil.
Husárová, Zuzana Univ.-Lekt. MA, PhD
Kim, Anna Univ.-Lekt. Mag.phil.
Kipcak, Orhan Univ.-Lekt.
Lichtenstein, Swantje Univ.-Lekt. Prof. Dr.
Martina, Hefter Univ.-Lekt.
Peintner, Roswitha Univ.-Lekt. Dr.phil. Mag.art.
Schindel, Robert Univ.-Lekt.
Schmatz, Ferdinand Univ.-Prof. Dr.phil.
Spalt, Lisa Univ.-Lekt. Mag.
Steinbuch, Gerhild Univ.-Lekt. MA
Utler, Anja Dr.phil. Mag.
Winkler, Andrea Univ.-Lekt. Mag.phil.
Woefl, Robert Univ.-Lekt. Mag.
Wolf, Uljana Univ.-Lekt. Mag.

Auf 1 nices Semester.

Am Dienstag, dem 7. Februar, fand im Spektakel wieder (nun schon ein offiziell drittes Mal) die sprachkunstaffine Lesereihe ’sehr ernste scherze‘ statt. Ein paar Fotos sollten genügen, um den letzten Zweifelnden für das nächste Mal am 7. März zu begeistern.

Bei vollem, aber genau noch ertragbar vollem Haus, mit tatsächlicher, und nicht nur einer Floskel entsprechenden, angenehmen Stimmung, lasen Sprachkunststudentin Sophie Steinbeck, Clemens Gartner und Sprachkunststundent John Sauter mit Unterstützung von Jaqueline und Guido Martin Wolf an der Gitarre.

Sophie Steinbeck

Clemens Gartner

Und Johnny Sauter mit Jaqueline und Guido Martin Wolf an der Gitarre

Hier das Publikum, zugegebenerweise unentbehrbar in Sachen angenehmer Stimmung.

DJ Dutt macht die Auftrittsmusik für die Lesenden, das Davor, das Danach.

Ein Tisch mit Magazinen, Zines und Hefterln zwar nicht aller, aber doch unterschiedlicher Art.

Das alles für soviel ihr wollt und soviel ihr könnt.

Wir freuen uns auf Anregungen, Nachfragen oder Anfragen unter sehrernste@gmx.at

Und hoffen euch beim nächsten Mal am 7. März, 20.00, Hamburgerstraße 14 wieder oder erstmals zu sehen.

Im Februar findet kein Deutschkurs in der Vorderen Zollamtstraße statt.
Stattdessen kann man am 10. 2. zum Tee trinken und deutsch sprechen vorbeikommen.

Wo: Vordere Zollamtstraße 3, Seminarraum 3
Was: Tee trinken und sprechen
Wann: 14 – 18 Uhr

Refugees, Freundinnen und Freunde willkommen!

Hier gibt es noch mehr Informationen.

Ab März bieten motivierte Studierende der Sprachkunst wieder Deutschkurse an.

Die Jenny will reden. Und zwar über sich:

Liebe Studierende,

an diesem Freitag, den 03.02., gibt es um 11 Uhr eine kleine Infoveranstaltung zur Literaturzeitschrift Jenny. Sie wird im Seminarraum 2 des Sprachkunstinstituts stattfinden (der Raum hinter dem Seminarraum 1).

Alle, die Interesse daran haben, bei der nächsten Ausgabe der Jenny in irgendeiner Form redaktionelle Arbeit zu übernehmen, sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen! Es werden drei Mitglieder der derzeitigen Redaktion anwesend sein, die kurz über die mit der Zeitschrift verbundenen Aufgaben und Grundlagen berichten und danach für alle Fragen zur Verfügung stehen.

Liebe Grüße im Namen der Jenny-Redaktion
Timo

P.S.:

Sollte jemand sich für eine Mitarbeit bei der Jenny interessieren, aber nicht zu dem Termin erscheinen können, schreibt bitte eine Mail an die Newsletter-Adresse, die alle Fragen und Anmerkungen enthält, die ihr habt. Wir melden uns dann bei euch. Bitte dies aber nur tun, wenn ihr nicht erscheinen könnt!

Kommet und informieret euch.

Unter dem Titel „Man kann ja nie wissen“ ist der Kurzhörspielwettbewerb von Ö1 und der Schule für Dichtung im vollen Gange.

Es wurden über 120 Projekte eingesendet. In die zweite Runde haben es 15 Projekte geschafft, darunter die Stücke von Sprachkunststudierenden Frida Paris, Maria Muhar und Anna-Sophie Fritz. „Knopfkino“, „stern gehn – eine Texttransfusion mit H.C. Artmann“ und „U nevR No [Impossible to write]“, respektive.

Hier geht es zur Abstimmung. Die Sprachkunst drückt die kälteroten Daumen.

ianinailitcheva

Baby, ich bin all das, was der Arzt dir verboten hat!

Ianina Ilitcheva wurde am 4. Dezember 1983 in Angren, Usbekistan geboren. Sie kam mit einer schweren, seltenen Hautkrankheit auf die Welt, weswegen sie 1991 mit ihrer Mutter nach Österreich zog, da hier die Behandlungsmöglichkeiten fortgeschrittener waren. Allerdings ließ sie sich nie von ihrer Krankheit limitieren – ganz im Gegenteil: sie lebte unablässig radikal empfindsam, hungrig und selbstbestimmt, war stets auf Suche nach dem Schaumkraut am Wegesrand. Nach ihrer Matura studierte sie erst Malerei an der Akademie der Bildenen Künste, mit einem Auslandaufenthalt am Goldsmith College of Art in London, sowie ab 2013 am Institut für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst.

Ianina Ilitchevas künstlerische Produktion war extrem vielfältig, aber nie willkürlich. Malerei und Zeichnung, Skulptur und Fotografie, Video und Performance: sie besaß die Gabe, Alltägliches und scheinbar Nebensächliches in ärgstes Dasein zu transformieren – und erschuf so Perspektiven skurillster Schönheit – widerständig und undogmatisch, ewig auf der Suche nach neuen Formen und Verfahren. Ianina Illitcheva versuchte und verwarf, verwandelte, fluchte und hexte, kuratierte und publizierte, ohne es dabei je auf easy Zufriedenheit oder billigen Fame abgesehen zu haben. Anschließend geisterte sie gerne alleine durch die Bars dieser Stadt; manchmal hielt sie dabei plötzlich eine Lammkeule in der Hand.

2015 erschien, basierend auf ihrer Diplomarbeit an der Akademie der Bildenen Künste, ihr transmediales Buchprojekt 183 Tage, in welchem sie sich versuchsartig mit Isolation, sozialem Begehren und den Abläufen kreativer Prozesse auseinandersetzte. Im gleichen Jahr drehte sie mit Felix Hermann und Jakob Defant in Marroko und Wien den experimentellen Dokumentarfilm Rohdiamanten. Und als @blutundkaffee war sie seit einigen Jahren eine lyrische Ikone, der schönste Geist der deutschprachigen Twitteria – übertriebener Pathos, hohler Zynismus und Blasiertheit waren ihr dabei aber fremd; alles geschah mit dieser bitterernst funkelnden Leidenschaft, die so viele von uns in ihren Bann zog.

Aber Ianina Ilitcheva war nicht bloß Künstlerin und Autorin. Sie war auch eine begnadete Gärtnerin und Köchin, Gourmet, Aktivistin und Schamanin, große Liebe, Freundin und Blutsschwester, post-theoretische Physikerin, Guru, Energydrinkjunkie, Tänzerin und Fels in der Brandung. Ihre Gartenpartys im 22. Bezirk sind Legende, und es gibt niemanden, den sie nicht unter den Tisch trinken konnte (und es auch tat). Vor allem aber war es ihre unschlagbar krasse Offenheit, Empathie, Hilfsbereitschaft und diese bedingungslose Liebe zum Dasein, die so viele uns verzauberte und immer und immer wieder inspirierte und größer machte; das gute Gegenteil von Aufgeben.

Die Ärzte hatten damals ihrer Mutter prophezeit, ihr Kind würde mit ziemlicher Warscheinlichkeit nicht besonders lange Leben; höchstens ein paar Jahre alt werden. Aber als Ianina Ilitcheva 30 wurde, gab es Wodkashots und Sushi serviert auf nackten Männerkörpern. Wie sehr sie sich freuen konnte, verdammt. Und wie sehr sie uns die leuchtenden Schattenseiten gezeigt, und uns angetrieben hat… egal, was die Metastasen machten.

Ianina Ilitcheva starb am 20.12.2016 im Kreis ihrer Liebsten. Aber das war nur ihre Hülle, oida – ihren Spirit spüren wir mit jedem Windzug und zwar für immer und bis bald. Schaumkraut, Wolke und Licht. Und jetzt can everybody please just get down?

Wer sich von Ianina Ilitcheva verabschieden möchte, kann das am 29.12. um 13 Uhr in der Feuerhalle Simmering tun.

(Rick Reuther)

Leipzig liest!

aus: Havel, Hunde, Katzen, Tulpen. Garz erzählt
Esther Dischereit (Hg.), Mitteldeutscher Verlag, 2016, 216 Seiten, 14,95€

Samstag, 25.03.2017, um 19 Uhr im Kunstkraftwerk Leipzig
Saalfelder Str. 8, 04179 Leipzig

Pressematerial

 

Viele, viele Postkarten und E-mails wurden verfasst und verschickt.

Danke an Martin Winter. Danke an alle, die gekommen sind.

Hier einige Eindrücke.

 

Wählen ist deine Kunst.

Wählen ist eine Kunst.

Wählen ist keine Kunst.

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„Alles, woran man glaubt, beginnt zu existieren.“

„Ein Spiel dauert 90 Minuten. Und wie lange dauern 90 Minuten? Wie lange dauern sie ohne Gesellschaft? Und wer erträgt sie?“

„Schatten wechseln, streifen leicht vorbei, lindern, kühlen, aber ihre Möglichkeiten werden von dem bestimmt, der sie wirft.“

„Man versäumt immer nur sich selbst.“

aus: Ilse Aichinger (1991) Ilse Aichinger Werke
(Hrsg. Richard Reichensperger) Frankfurt am Main: S. Fischer

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Seit Oktober findet einmal pro Monat – immer am ersten Dienstag – die Lesereihe „sehr ernste scherze“ im Spektakel, Hamburgerstraße 14, 1050 satt.
Die Veranstaltungsreihe dient dazu den Studierenden der Sprachkunst „samt freund_innen“ eine Bühne zu bieten, auf der sie lesen, vortragen, performen oder rappen können.
Nach einer „sehr ernsten Generalprobe“ und einem „sehr ernsten Ersten“ ist der nächste Termin der 6. Dezember, 19:00.

Aktuelle Informationen über das Programm des jeweiligen Abends finden sich auch hier. Bei Interesse an Mitwirkung ist es möglich sich mit einem kurzen Konzept unter sehrernste@gmx.at zu melden.

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Jenny ist die Literaturzeitschrift des Instituts der Sprachkunst. Die langersehnte vierte Ausgabe versammelt Beiträge von jungen Autorinnen und Autoren in vielfältiger Form und zu unterschiedlichen Themenbereichen: Interviews mit jungen Herausgeber_innen, Textchen für ordentliche Tage, Erzählungen über Franz.

Die Herausgeber_innen der Jenny, Timo Brandt, Gunda Kinzl, Antonio Schachinger und Johanna Wieser beschreiben sie und ihre Arbeit daran in etwa so:

Jenny, Jenny, Jenny, tadeln wir sie in einem fort, über das ganze Jahr, es ist eine liebe Müh. Wie in einem schlechten Film geht es immer darum, wer das Mädchen kriegt und die Wahrheit sagt sie eher, wenn sie blau ist. Jenny kommt es nur auf eines an: Jenny. Clever soll alles sein und deep. Dann – endlich! – taucht sie auf und fragt rotzfrech: „Seid ihr bereit?“. Wir nicken. Es wird erwartungsvoll. Aber dann bekommt sie einen Anruf. Hebt ab und bedeutet uns, wir sollen still sein. Grinst. „Gute Neuigkeiten, Leute: Goethes neues Gretchen heißt Jenny. Was war also die Frage?“

Mehr Informationen und die Möglichkeit Jenny #4 käuflich zu erwerben gibt es auf der Website der Jenny, die auch einen Sneak-Peak in die aktuelle Ausgabe erlaubt: http://www.jenny-literatur.at/

Die Jenny ist ebenso in mehreren Buchläden in Wien, Graz, München, Berlin, Hildesheim und Leipzig erhältlich sowie am Institut für Sprachkunst, Vordere Zollamtstraße 3.